Gewalttat im Hinterhof: Tatwaffe war ein Messer

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Die Staatsanwaltschaft hat weitere Details bekannt gegeben. Angehörige des schwer verletzten Mannes, der die Tat überlebt hat, haben indes eine Spendensammlung gestartet.

Bei der Gewalttat in einem Hinterhof an der Reichenhainer Straße war ein Messer die Tatwaffe. Das hat Staatsanwalt Wolfgang Klein der "Freien Presse" bestätigt. Der genaue Hergang und das Motiv sind indes weiter unklar, weil sich der Tatverdächtige weiterhin nicht zu den gegen ihn erhoben Vorwürfen einlasse, so der Staatsanwalt.

Der 20-Jährige wurde kurz nach der Tat am Wochenende festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ am Sonntagvormittag Haftbefehl, der junge Deutsche befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er stammte laut Staatsanwalt Klein aus dem Umfeld der Opfer, hat also vermutlich in einem der an den Hof grenzenden Häuser gewohnt. Er war der Polizei bereits vor der Tat vom Wochenende bekannt, allerdings nicht aufgrund derartig schwerer Delikte. Um welche Delikte es sich handelt, ist nicht bekannt.

Polizei und Rettungsdienste waren am Samstag kurz nach Mitternacht zu dem Hinterhof an der Reichenhainer Straße gerufen worden. Zeugen hatten dort eine 46-jährige Frau und einen 34-jährigen Mann (beide haben die deutsche Staatsbürgerschaft) schwer verletzt aufgefunden. Die Rettungskräfte versorgten sie vor Ort und brachten sie danach in ein Krankenhaus. Dort verstarb die 46-jährige Frau. Die beiden Opfer stammten aus benachbarten Häusern. Der Tatort ist ein vorrangig als Parkplatz genutzter Hinterhof nahe des Südbahnhofs. Die Ermittlungen vor Ort dauerten nahezu den gesamten Samstag über an, es kamen auch Spürhunde zum Einsatz.

Da die Polizei nicht von weiteren Beteiligten ausgeht, könnte derzeit nur der schwer verletzte 34-Jährige, der die Tat überlebt hat, Licht ins Dunkel bringen. Er wird allerdings immer noch auf der Intensivstation im Krankenhaus behandelt und ist auf absehbare Zeit nicht vernehmungsfähig.

Seine Angehörigen haben indes im Internet eine Spendenkampagne (gofundme.com) für ihn gestartet. Dort schreibt seine Schwester, dass ihr Bruder aufgrund der Schwere der Verletzungen längere Zeit nicht in der Lage sein werde zu arbeiten und spezielle Behandlungen benötige, die die Versicherung nicht zahle. Zudem werde wohl ein Umzug erforderlich, ergänzt sie. Da auch seine Lebenspartnerin im Moment nicht in der Lage sei zu arbeiten, brauche die Familie nun finanzielle Hilfe, heißt es in dem Spendenaufruf. Bis zum Dienstagabend wurden über 7000 Euro gesammelt.

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