Infizierte in Zwickau müssen selbst informieren

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Landkreis Zwickau hat neue Allgemeinverfügung

Zwickau.

Laut einer neuen Allgemeinverfügung, die vom Landkreis Zwickau auf Geheiß des sächsischen Sozialministeriums erlassen und in Kraft getreten ist, müssen nun infizierte Personen ihr Umfeld und ihre engen Kontaktpersonen über ihr positives Testergebnis informieren. Gleiches gilt etwa auch für die Stadt Chemnitz. Betroffene sollen ihre Kontaktpersonen auch in Kenntnis setzen, dass sie sich absondern müssen. Im Hausstand lebende Kontaktpersonen sollen aufgefordert werden, sich am vierten oder fünften Tag nach dem Kontakt zu testen.

Die Anordnung ist offenbar erlassen worden, da die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte es nicht mehr schaffen, alle Kontaktpersonen zu informieren. Inwiefern die Nachverfolgung im Landkreis Zwickau noch gewährleistet wird, ist weiter unklar. Ende vergangener Woche hatte der Landrat die Fraktionsvorsitzenden darüber informiert, dass sich das Gesundheitsamt bei der Bearbeitung der Fälle im Verzug befinde.

Eine Freitestung zum vorzeitigen Ende der Absonderung ist für enge Kontaktpersonen frühestens am siebten Tag möglich. Das gilt laut neuer Verordnung unabhängig von der Test-Art und auch für Schülerinnen und Schüler. Personen mit positivem Test, die vollständig geimpft sind und keine Symptome aufweisen, können sich mit einem PCR-Test frühestens am fünften Tag oder mit einem Antigenschnelltest frühestens am siebten Tag freitesten und damit ihre Absonderung beenden.

Eine Beobachtung in Schulen und Kitas ist demnach nicht mehr vorgesehen. Dort sollen nur noch Kinder mit positivem Test, nicht aber symptomfreie Kinder abgesondert werden. (ael)