Mehr Verkehrstote auf Straßen in Chemnitz und Umgebung

Zwar gab es 2018 insgesamt weniger Unfälle, allerdings sind mehr Verletzte und Verkehrstote zu beklagen. Viele Fußgänger sind betroffen.

Im Jahr 2018 haben 42 Menschen bei Verkehrsunfällen im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz ihr Leben verloren. Das waren sieben Menschen mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt ging die Anzahl der Unfälle um 2,2 Prozent auf 24.196 zurück.

Dabei verteilen sich die Verkehrsunfälle regional nahezu gleichmäßig auf die Stadt Chemnitz (33 Prozent), den Landkreis Mittelsachsen (32 Prozent) und den Erzgebirgskreis (35 Prozent).


"Nach einem Rückgang im Jahr 2017 ist ein merklicher Anstieg bei Verkehrsunfällen mit verletzten Personen in unserem Zuständigkeitsbereich und dem gesamten Freistaat zu verzeichnen", sagte Polizeirat Stefan Auge, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz. Die Unfallursachen seien vor allem ungenügender Sicherheitsabstand und eine unangepasste Geschwindigkeit.

Bei 2582 Unfällen mit Personenschaden (im Jahr 2017 waren es 2473) erlitten 3435 Menschen Verletzungen (2017: 3253). Dabei stieg sowohl die Anzahl der Schwerverletzten um 108 auf 962 als auch die Anzahl der Leichtverletzten um 74 auf nun 2473 an.

Vor allem mehr Fußgänger betroffen

Fußgänger: An 386 Verkehrsunfällen waren Fußgänger beteiligt, was einem Anteil von 1,6 Prozent an der Gesamtunfallzahl entspricht. 340 Personen wurden bei diesen Verkehrsunfällen verletzt. Elf Fußgänger, und damit sieben mehr als im Jahr 2017, verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben.

Fahrrad: Im Jahr 2018 wurden 604 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Rad- oder Pedelec-Fahrern aufgenommen, was einem Anteil von 2,5 Prozent des Gesamtunfallaufkommens entspricht. Bei Unfällen mit Personenschaden ist der Anteil mit 17,7 Prozent deutlich höher. Bei 458 Verkehrsunfällen erlitten 472 Personen Verletzungen und fünf Personen wurden getötet.

Motorrad: Mit 617 Unfällen und damit rund 2,6 Prozent des Gesamtunfallaufkommens ist der Anteil der Verkehrsunfälle mit Beteiligung motorisierter Zweiräder ähnlich hoch. Betrachtet man deren Anteil an den Unfällen mit Personenschaden, so liegt dieser bei rund 15,3 Prozent (395 Verkehrsunfälle). Bei diesen 617 Unfällen verloren sechs Personen ihr Leben und 472 Personen erlitten Verletzungen. (fp)

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