Nach Verfolgungsjagd: Polizei findet Flüchtigen bei Routinekontrolle

Bei der Flucht durch Chemnitz kam auch ein Polizeifahrzeug zu Schaden. Der Verdächtige entkam den Beamten zunächst. Jetzt ging er der Polizei durch einen Zufall ins Netz.

Nach einer Verfolgungsjagd am 10. Januar hatte die Polizei in der Nähe des Zeisigwalds nach einem Verdächtigen gesucht. Dabei kamen auch ein Hubschrauber und ein Spürhund zum Einsatz. Beamte hatten den Mann wegen eines offenbar gefälschten Polizei-Kennzeichens an seinem silberfarbenen Audi A6 im Stadtteil Sonnenberg kontrollieren wollen, doch der drückte aufs Gas. Auf seiner Flucht rammte er zunächst einen Streifenwagen und fuhr anschließend auch über Parkplätze und Fußwege. Der Verfolgungsjagd ging über die Yorckstraße, Besarinstraße sowie über die Heinrich-Schütz-Straße. Dabei verloren die Polizisten den Flüchtenden aus dem Auge. Der Audi wurde später verlassen am Rande des Waldes gefunden - der Fahrer war verschwunden. Mittlerweile wurde der Audi abgeschleppt.

Trotz aller Suchmaßnahmen konnte die Polizei den Unbekannten zunächst nicht auffinden. Bei der Verfolgungsjagd entstand Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro. Verletzt wurde dabei niemand. Der Einsatz hatte am Mittag auch für den Nahverkehr Folgen. Busse der Linie 51 in Richtung Zeisigwald wurden ab Yorckstraße vorübergehend in Richtung Yorckgebiet umgeleitet. (micm/fhh)

Update: Wie die Polizei mitteilte, wurde der flüchtige Fahrer am Donnerstag, 30. Januar, festgenommen. Bei einer Routinekontrolle an der Ecke Augustusburger Straße/Münchner Straße wurde gegen 22.25 Uhr ein Pärchen kontrolliert. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem kontrollierten Mann um den gesuchten Fluchtfahrer. Gegen den 42-jährigen Deutschen wird jetzt unter anderem wegen Urkundenfälschung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort ermittelt.

Die gemeinsam mit ihm kontrollierte 42-jährige Frau stellte sich ebenfalls als Gesuchte heraus. Sie war zu Fahndung mit Haftbefehl wegen einer nicht beglichenen Geldstrafe ausgeschrieben. Sie konnte die Strafe aber begleichen. Beide Personen wurden zunächst von den Beamten wieder entlassen. (luka)


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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 14
    0
    701726
    31.01.2020

    Hoffentlich müssen solche Täter voll und ganz die Kosten begleichen, davon hört man selten etwas.