Polizei warnt: Betrüger in Chemnitz stehlen Zustellmitteilungen, um Pakete zu erbeuten

Chemnitz.

In Chemnitz ist es in den vergangenen Wochen zu mehreren Fällen von Betrug und Diebstahl im Zusammenhang mit Paketsendungen gekommen. Wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte, wurden einige Sachverhalte angezeigt, bei denen Unbekannte offenbar Benachrichtigungskarten über nicht zugestellte Pakete stahlen, um im Anschluss unter falschem Namen bei Nachbarn oder in Paketshops die Sendungen entgegenzunehmen. 

So gelang es laut Polizei einem Unbekannten am 16. Oktober, in einem Mehrfamilienhaus an der Münchner Straße zwei Paketsendungen von einer Hausbewohner entgegenzunehmen. Am 20. Oktober täuschte ein ebenfalls Unbekannter in zwei Fällen jeweils einen Bewohner in Mehrfamilienhäusern an der Bernhardstraße und Fürstenstraße. Er erbeutete demnach mit zwei gestohlenen Zustellungsmitteilungen zwei Pakete. Einen Tag später gelangte ein Mann in einem Paketshop an der Bernhardstraße mit der gleichen Masche in den Besitz eines nicht für ihn bestimmten Paketes. 

Nach Polizeiangaben wurden durch diese Masche bislang Waren im Wert von einigen Hundert Euro erbeutet, darunter Bekleidung und ein Handy. Die Polizei prüft im Rahmen ihrer Ermittlungen, ob es sich in allen Fällen um denselben Mann handelt und warnt vor derartigen Betrugsmaschen. Es wird darum gebeten, optionale Abstell- und Abholmöglichkeiten der Paketdienste zu nutzen und angenommene Paketsendungen für Nachbarn nur an diese oder bekannte Personen zu übergeben. (dha)

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44 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    defr0ke
    13.11.2020

    Mit einer Vollmacht kann der Betrüger auch seinen eigenen Ausweis vorzeigen... Die Vollmacht füllt er selber aus und die Unterschrift ist ein Fake. Meistens wird auch nicht der Name des Abholers notiert, sondern nur dass es ausgehändigt wurde.

    Die meisten Paketshop-Besitzer sind inkompetent oder faul. Die scannen auf dem Paket den Code, lassen auf dem Scanner unterschreiben und das wars...

    Ne Vollmacht (egal ob echt oder nicht) ist für die Shop-Betreiber ein Freifahrtschein zur Aushändigung der Sendung... Da wird den Betrügern Türen und Tor geöffnet.

    Deshalb lasse ich nie mein Paket in ein Paketsop weiterleiten. Wenn ich nicht anwesend bin, geb ich einen Nachbarn an, der auf jeden Fall da ist. In der Sendungsverfolgung steht ja neben der Abstellgenehmigung auch die ungefähre Lieferzeit.

  • 8
    0
    Alf1982
    12.11.2020

    @Suppenfrosch: Ja;
    Ich muss immer meinen Ausweis im Paketshop vorlegen.

  • 25
    3
    Suppenfrosch
    12.11.2020

    Frage in die Runde, da ich gerade etwas erstaunt bin:

    Muss im Paketshop nicht ein Ausweis gezeigt werden?


    Bin da etwas unerfahren, da wir einen sicheren Abstellort bzw uns persönlich bekannte Nachbarn haben und daher nie einen Paketshop brauchen :)

  • 27
    2
    getNo
    12.11.2020

    "Es wird darum gebeten, optionale Abstell- und Abholmöglichkeiten der Paketdienste zu nutzen..."

    Damit sich der arme Mann nicht erst die Mühe machen muss, die Nachbarn zu täuschen, sondern das Paket direkt vom Abstellort im Treppenhaus wegnehmen kann?

    Die Amazonboten stellen auch ohne explizite Abstellerlaubnis die Pakete irgendwo ab, wenn niemand zu Hause.