Reizgasattacke in Chemnitzer Linienbus aufgeklärt

Chemnitz. Die Polizei hat den Täter der Reizgasattacke vom 23. April in der Linie 21 im Chemnitzer Ortsteil Ebersdorf gefasst. Der Täter, der mit Reizgas zehn Menschen verletzt hat, ist ein 12-jähriger Junge. Wie die Polizei am Montag mitteilt, lieferte die Sicherung und Auswertung des Videomaterials der Überwachungskamera im Bus die entscheidenden Hinweise. Anhand der Bilder konnte das Kind identifiziert werden. Bei einer anschließenden Durchsuchung der elterlichen Wohnung des jungen Täters fanden die Ermittler sowohl das Pfefferspray als auch die zur Tatzeit getragene Kleidung des Jungen.

In seiner Anhörung bei der Polizei gestand der 12-Jährige seine Handlung. Er erklärte sie damit, dass er sich geschämt habe, von anderen Businsassen gemaßregelt worden zu sein. Ein 49-Jähriger hatte ihn aufgefordert, die Beine vom Sitz zu nehmen. Die Ermittlungen zu einer weiteren, einen Tag zuvor verübten gleichartigen Tat in einer Straßenbahn dauern an.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    gelöschter Nutzer
    06.06.2017

    Und warum kommt ein minderjähriges Kind in den Besitz von derartigen Substanzen?

    Mich würde sehr interessieren, wie dieser Fall weitergeht. Wahrscheinlich kommt das Kind ohne weitere Maßnahme in die Obhut seiner Eltern, die kein Problem damit zu haben scheinen, dass der Junior mit Reizgas unterwegs ist.

    Es ist leider außerdem ein schönes Beispiel dafür, dass diese Gesellschaft kaum noch in der Lage ist mit Kritik umzugehen. Da wird sofort mit Reizgas gesprüht, das Messer gezückt, usw.



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