Schulanfang bleibt ohne Feuerwerk

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In Freiberg darf bis zum 30. September keine Pyrotechnik der Kategorie F2 gezündet werden. Grund ist die Trockenheit.

Freiberg.

Die Stadt Freiberg hat per Allgemeinverfügung ab sofort das Abbrennen von Kleinfeuerwerken der Kategorie F2, häufig auch "Silvesterfeuerwerk" genannt, untersagt. Das Verbot gilt laut Pressesprecherin Sandra Eberbach bis einschließlich 30. September auf dem Gebiet der Kreisstadt. Bei Zuwiderhandlungen werden Geldbußen bis zu 50.000 Euro angedroht. In die Kategorie F 2 fallen laut Zoll beispielsweise Raketen, Batterien und Böller.

Zur Begründung verweist die Stadtverwaltung auf die anhaltende Trockenheit in Sachsen. Durch die Dürre steige die Gefahr, dass sich Wald-, Feld- und Wiesenflächen durch offenes Feuer oder Funkenflug entzünden. Der Einsatz von Feuerwerksartikeln der Kategorie F 2 ist in der Regel ohnehin nur zum Jahreswechsel gestattet.

Allerdings konnten die Freiberger bei der Stadtverwaltung in begründeten Fällen Ausnahmegenehmigungen beantragen. Beobachtungen zufolge war es so möglich, beispielsweise zu einer Schulanfangsfeier eine Feuerwerksbatterie zu zünden. Der Antrag musste mindestens 14 Tage vor dem beabsichtigten Termin gestellt werden, die Verwaltungsgebühr für die Ausnahmegenehmigung lag den Angaben zufolge zwischen 30 und 350 Euro.

Die möglichen Ausnahmen waren strikt limitiert. So durften nur Batterien gezündet werden. Stabraketen waren ebenso unzulässig wie Pyrotechnik mit Heul- oder Pfeifsätzen, wie etwa bei Kanonenschlägen, Heulern und Mehrfachkrachern. Tabu war auch die nähere Umgebung von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern.

Der Landkreisverwaltung waren nach den Worten von Pressesprecher André Kaiser am Mittwoch keine ähnliche Regelung anderer kreisangehöriger Gemeinden bekannt. Ein Feuerwerksverbot für ganz Mittelsachsen gibt es derzeit offenbar noch nicht. Der Kreis hatte aber wegen der anhaltenden Trockenheit bereits am 30. Juni die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern bis 26. September verboten - das Schöpfen mit Eimern oder Gießkannen blieb jedoch erlaubt.

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