So soll das neue Hotel am Archäologiemuseum aussehen

Hip und erschwinglich - unter diesem Motto will die Kette "Super 8" Städtetouristen künftig auch nach Chemnitz locken.

Zum geplanten neuen Hotel, das am Archäologiemuseum Smac entstehen soll, sind nun erste Details bekannt. Wie der zuständige Mannheimer Projektentwickler Fay Projects mitteilt, soll der 172 Zimmer umfassende siebengeschossige Neubau unter der Hotelmarke "Super 8" betrieben werden. Die rund 5000 Quadratmeter Mietfläche seien dazu für 25 Jahre an den Hotelbetreiber GS Star Deutschland verpachtet worden.

Bei Super 8 handelt es sich mit rund 2900 Häusern um eine der weltweit bekanntesten Hotelmarken der preisgünstigen Kategorie Budget. In Deutschland allerdings ist die Kette bislang noch kaum präsent. Zu den sechs Häusern in München, Hamburg, Dresden, Freiburg und Oberhausen sollen bis zum Jahr 2022 nun sechs weitere hinzukommen. Chemnitz ist dabei der einzige Standort in Ostdeutschland. Die übrigen Vorhaben sind nach Angaben von GS Star in Augsburg, Berlin-Spandau, Koblenz, Mainz und Osnabrück geplant.

"Der Vertrag mit GS Star Deutschland ist ein weiterer wichtiger Schritt bei unserem Vorhaben in Chemnitz", sagte Fay-Geschäftsführer Thomas Frank. Die Fertigstellung des Chemnitzer Super 8 sei spätestens für Sommer 2022 geplant. Zum Pachtvertrag gehörten 40 Stellplätze in einer benachbarten neuen Tiefgarage. Sie entsteht gemeinsam mit der bereits im Bau befindlichen künftigen Unternehmenszentrale des Energieversorgers Eins zwischen Bahnhofstraße und Johannisplatz.

Das neue Hotel ist eines von dreien, die am Rande der Innenstadt neu entstehen. Neben dem am Smac ist ganz in der Nähe ein weiteres in jenem Neubaukomplex geplant, der in den kommenden Jahren auf dem jetzigen Parkplatz des Kulturkaufhauses Tietz errichtet werden soll. Ein drittes mit gut 100 Zimmern wird derzeit an der Zwickauer Straße neben dem Kino Metropol errichtet. Die Eröffnung ist für Anfang 2020 geplant. Betreiber wird die französische Kette B&B sein.

Aber braucht Chemnitz überhaupt so viele Hotelbetten, zumal die Auslastung in den bestehenden Häusern noch immer unter dem Schnitt der Branche liegt? Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Nachfrage an Übernachtungsmöglichkeiten weiter steigen wird und sich möglicherweise mehr und mehr auf neue Angebote verlagert. "Chemnitz hat viele Hotelbetten, aber nicht alle unbedingt zentrumsnah", sagt Baubürgermeister Michael Stötzer. Er schließt nicht aus, dass einige Häuser schließen oder umgenutzt werden. Das wäre keineswegs ein Novum. So dient das frühere Dorint-Hotel auf dem Niklasberg seit Jahren als Seniorenzentrum.

Bewertung des Artikels: Ø 4.1 Sterne bei 10 Bewertungen
13Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    6
    Interessierte
    18.09.2019

    Dort standen mal 3 ausgewachsen Bäume , da hätte man zumindest 2 davon stehen lassen können und eine Ecke einbauen können als Platz mit Bänken , ähnlich wie beim Friedensplatz , aber dazu fehlt es wohl heute diesen Menschen , etwas bißchen schön , gemütlich und einladend zu gestalten …...

    Es später auch einmal in einem Studentenheim enden wie der Chemnitzer Hof und das Interhotel Kongress ...

  • 19
    11
    Deluxe
    17.09.2019

    Der Realist erkennt, dass die Auslastung des Interhotels Kongress zu wünschen übrig lässt, dass aus dem Dorint ein Feierabendheim wurde, dass Karl-Marx-Stadt eher zuviel als zuwenig Hotelbetten hat.

    Deshalb wird er Nörgler geschimpft. Weil er die nächste Pleite nicht nur ahnt, sondern weil sie sicher ist.

    Derweil fährt die DR den Hauptbahnhof nur noch mit Bummelzügen an. Kein D-Zug, kein Städteexpreß, nix. Direktverbindung in die Hauptstadt? Fehlanzeige.
    Dafür aber immerhin Straßenbahnen im Bahnhof. Hat auch nicht jeder.

    Aber dass weitere Hotels ökonomischer Unsinn sind, dürfte eigentlich auf der Hand liegen.

    Und nun her mit den roten Daumen...

  • 18
    9
    KarlChemnitz
    17.09.2019

    @hintefragt: Ja, das mit Gründung einer eigenen Selbsthilfegruppe ist keine schlechte Idee. Es ist nämlich echt schwierig, mit so vielen Nörglern und Miesepetern auf Dauer zusammen in einer Stadt zu wohnen.
    Doch Gott sei Dank weiß ich aber, dass es hier auch ganz viele gibt, die offen und positiv durchs Leben gehen.

  • 7
    19
    Hinterfragt
    17.09.2019

    Nun:
    Wenn man
    https://www.freiepresse.de/chemnitz/tourismus-experte-zu-geringe-hotel-auslastung-artikel9116454

    ließt und Seite 58 von

    https://www.statistik.sachsen.de/download/100_Berichte-G/G_IV_6_j17_SN.pdf

    anschaut ...

    Und @Karl wenn Sie diese anderen Meinungen zu sehr herunterziehen, sollten Sie evtl. eine Selbsthilfegruppe aufsuchen.

  • 24
    18
    KarlChemnitz
    17.09.2019

    @deluxe und co.: Bitte tut mir einen Gefallen: Verabredet Euch zu einer Selbsthilfegruppe und heult Euch gegenseitig die Ohren voll - oder zieht ganz einfach in eine andere Stadt. Ich kann Euer permanentes Gemotze und Nörgeln nur noch schwer ertragen.

  • 13
    4
    Urlaub2020
    17.09.2019

    Ich glaube das Hotel braucht jemand anderes ...aber ist auch egal .Die Stadt wird schon im Sinne des Investors Entscheiden.Nur kein neues Seniorenheim.

  • 16
    11
    Hinterfragt
    17.09.2019

    @cmi; "...Endlich wieder ein Hotel in der Innenstadt...."
    Mal sehen wie lange es dauert, bis man es in eine Seniorenresidenz umwidmet, wie das Dorint an der Stolli ...

  • 14
    16
    Hinterfragt
    17.09.2019

    @Deluxe; volle Zustimmung.

  • 14
    22
    ArndtBremen
    17.09.2019

    @Deluxe: Sie sprechen mir aus dem Herzen. Mir fällt da gerade auch noch die "Asbesthysterie" ein. In der DDR verbauter Asbest war kommunistisch, böse und musste restlos entfernt werden. Im Westen war der Asbest gut und demokratisch und durfte bleiben.

  • 6
    12
    cmi
    16.09.2019

    Endlich wieder ein Hotel in der Innenstadt.

  • 31
    19
    Deluxe
    16.09.2019

    Daß Leute, die heute so bauen, über die angeblich einfallslose sozialistische Einheitsarchitektur herziehen, ist nach wie vor ein Witz. Was da alles abgerissen wurde. Und wofür? Um die Innenstadt mit derlei Quadern zuzubauen.

    Viereckig, ideenlos, ratlos. So sehen diese Häuser aus. Eins wie das andere.

    Merke:
    Viereckige Häuser aus Glas und Beton sind böse, schlecht und einfallslos, solange sie in der DDR errichtet wurden.

    Viereckige Häuser aus Glas und Beton sind gut, ideenreich und gar die architektonische Avantgarde, solange sie im heutigen Zeitalter erbaut werden.

    So ticken die Entscheider...

  • 23
    18
    juerei
    16.09.2019

    @516315

    Meckern, jammern, nörgeln.
    Du hättest es ja auch pachten können - zumindest theoretisch.

  • 26
    18
    516315
    16.09.2019

    Wird sicherlich ein gutes Abschreibungsobjekt für den Investor.



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