Streit um CFC-Vereinskonto: Gericht entscheidet gegen Insolvenzverwalter

Im Streit um ein für den Betrieb des Nachwuchsleistungszentrums des Chemnitzer FC eingerichtetes Bankkonto des Vereins hat Insolvenzverwalter Klaus Siemon vor dem Landgericht Chemnitz eine Niederlage erlitten. Das Konto hatte im August der damalige Notvorstand des Vereins eröffnet, um einen Weiterbetrieb des Nachwuchszentrums zu ermöglichen. Nach einer Intervention Siemons war das Konto allerdings nur wenige Tage später gesperrt worden. Siemon hatte der Bank gegenüber darauf hingewiesen, dass er als Insolvenzverwalter über Vermögen des Vereins zu verfügen habe. Mögliche Guthaben und Geldeingänge seien daher auf ein von ihm betreutes Konto zu überweisen.

Das Gericht wies diese Auffassung am Montag zurück. Begründung: Siemon habe den Betrieb des Nachwuchsleistungszentrums zuvor in einer Erklärung ausdrücklich "zur gegebenenfalls Fortführung im insolvenzfreien Bereich" freigegeben. Damit, so das Gericht, habe er die Aufrechterhaltung des Zentrums ins Ermessen des Vereins gelegt und signalisiert, dass er in diesem Bereich auf seine Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis verzichte. Die von ihm später veranlasste Kontosperrung stehe im Widerspruch zu dieser Erklärung.


Die vom Gericht am Montag veranlasste Freigabe des Kontos gilt nach Aussage des Vorsitzenden Richters allerdings nur für Gelder, die mit dem Betrieb des Nachwuchsleistungszentrums in Zusammenhang stehen. Mögliche andere Zahlungsbewegungen hingegen, wie etwa Einzahlungen von Mitgliedsbeiträgen, seien von der Freigabe nicht erfasst, hieß es.

Gegen das Urteil ist Berufung vor dem Oberlandesgericht möglich. (micm)

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1Kommentare
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  • 11
    2
    AliceAndreas
    07.10.2019

    Abgewiesene Klage Nr 327 ... immer schön die Kohle zum Fenster raus werfen - und Hauptsache weiter gegeneinander arbeiten.



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