Theater Chemnitz bringt Hamlet und Nibelungenring auf die Bühne

Chemnitz.

Die Theater Chemnitz zeigen in der neuen Spielzeit die Oper "Hamlet" von Franco Faccio als Deutsche Erstaufführung. Das kündigte Generalintendant Christoph Dittrich bei der Vorstellung der neuen Spielzeit, die am 8. September mit einem Open Air-Konzert auf dem Theaterplatz beginnt, an. Die Oper "Hamlet", eine Produktion der Bregenzer Festspiele 2016, wird in Chemnitz neu einstudiert.

Fortgesetzt wird "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner mit den Aufführungen von "Siegfried" und "Götterdämmerung". Die Premiere von «Siegfried» findet am 29. September statt. Dirigiert wird das Stück zunächst vom 1. Kapellmeister Felix Bender, der in diesem Jahr die Robert-Schumann-Philharmonie verlässt. Anschließend übernimmt Generalmusikdirektor Guillermo Garcia Calvo die musikalische Leitung. Mit «Götterdämmerung» werde die Ring-Tetralogie vollendet, sagte Generalintendant Christoph Dittrich am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms. Daneben bietet die Oper «Die Zauberflöte». Die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart sei bei Jung und Alt beliebt und ein Blockbuster, sagte Dittrich.

Das Schauspiel bringt den selten aufgeführten «Faust II» von Johann Wolfgang Goethe im Zusammenspiel mit dem Ballett des Hauses auf die Bühne. «Das ist ein riesen Projekt», sagte Schauspieldirektor Carsten Knödler. In Chemnitz wurde das Stück zuletzt 1982 aufgeführt. Er werde es als konsequente Fortsetzung von «Faust I» inszenieren, kündigte Regisseur Knödler an. Faust sei der Auftakt in eine Spielzeit, die die Themen Gewalt, Menschlichkeit, Glaube und Einsamkeit zum Inhalt habe. Von Goethes Faust werde so ein Bogen geschlagen zu dem dänischen Stück «Adams Äpfel», in dem das Gut-Böse-Schema in der heutigen Zeit hinterfragt werde.

Eine Uraufführung zeigt das Figurentheater Anfang Oktober mit dem Stück "Wenn mich einer fragte…" über Stefan Heym und seine Heimatstadt Chemnitz. In der Aufführung, in der der junge und der alte Heym als einen Meter große Figuren zu sehen sein werden, geht es um das Verhältnis der Stadt zu einem seiner bekanntesten Autoren und Schriftsteller und die Frage, was sich Heym und Chemnitz heute zu sagen hätten. (hfr/dpa)

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