Turmpassage soll Herz der Stadt werden

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Noch mutet das Innere wie ein Geisterhaus an. Bis Jahresende soll jedoch eine Machbarkeitsstudie vorliegen, wie wieder richtig Leben ins einstige Einkaufszentrum einziehen kann.

Limbach-Oberfrohna.

Mit seinem markanten Turm ist es ein imposantes Gebäude im Zentrum von Limbach-Oberfrohna. Zumindest von außen - denn wer die Turmpassage betritt, der kommt in eine Art Geisterhaus. Was nach der Wende ein erstes kleines Shoppingcenter mit Café, Spielzeugladen, Supermarkt und anderen Geschäften war, ist heute größtenteils leer und verlassen. Im Jahr 2018 gab es den ersten Versuch, das Gebäude zu einer Art Gesundheitszentrum werden zu lassen und ihm damit wieder Leben einzuhauchen. Doch der Versuch scheiterte.

Nun tut sich erneut etwas in der Turmpassage. "Sie soll das Herz der Stadt werden, für Jung und Alt, Klein und Groß, Arm und Reich", sagt Sven Zöller, der neue Projektmanager. Seit 2022 gehört die Turmpassage einer Investorengruppe aus Leipzig. Der schwebt ein "gebündelter und gut abgestimmter Branchen- und Sortimentsmix" zur Wiederbelebung der Turmpassage vor. Konkret soll es sich dabei wieder um die Gesundheitsbranche drehen. Derzeit gehören zu den Mietern des Gebäudes unter anderem Ärzte, ein Fitnessstudio, eine Physiotherapie und eine Krankenkasse. "Das wollen wir im Prinzip alles ausbauen", so Zöller.

Im Erdgeschoss sollen gastronomische Angebote wie ein Café und ein Pub etabliert werden sowie kleine Läden. Im ersten und zweiten Obergeschoss könnten sich Facharztpraxen und Büroräume ansiedeln. Auch die Limbacher Stadtbibliothek habe Bedarf angemeldet, so der Projektmanager. Insgesamt besitzt die Turmpassage eine Nutzungsfläche von circa 7000 Quadratmetern.

Derzeit laufe eine bautechnische Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse bis Ende des Jahres erwartet werden. Dann könne man auch konkreter mit Ideen und Wünschen werden, sagt Sven Zöller. Entscheidend werde es sein, Fachärzte in die Passage zu bekommen. "Da ist der Bedarf hier in der Stadt einfach auch da", so der Projektmanager.

Sobald die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen, könnten erste Sanierungsmaßnahmen beginnen. Die würden dann sukzessive und nach individuellen Nutzeranforderungen ablaufen. Wie viel Geld in die Turmpassage fließen soll, dazu will sich Sven Zöller im Moment nicht äußern. "Wir wollen in jedem Fall die Aufenthaltsqualität für die Innenstadt verbessern. Das Ganze soll auch in Zusammenarbeit mit der Stadt und anderen Partnern aus der Region passieren."

Zum großen Innenstadtfest am Samstag soll es Führungen mit dem Projektleiter durch die Turmpassage geben. Sie beginnen 12 Uhr und können ohne Anmeldung besucht werden.

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