CFC: Wenn der Co-Trainer zum Chefcoach wird

Sreto Ristic trägt beim Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC im Montagsspiel in Unterhaching die sportliche Verantwortung. Gelingt der erste Saisonsieg?

Chemnitz.

Nichts ist beim Chemnitzer FC derzeit so konstant wie die Veränderung. Neben den vielen Baustellen, die der Club in Bezug auf die finanzielle Situation, das Verhältnis zu einem Teil der Fans sowie der Suche nach einem Nachfolger für den kommissarischen Geschäftsführer Hildebrand zu beackern hat, bleibt die Frage, wer die Mannschaft künftig als Cheftrainer führen wird? In der heutigen Montagabendpartie bei der SpVgg Unterhaching wird allem Anschein nach der bisherige Co-Trainer Sreto Ristic die Entscheidungen von der Trainerbank treffen.

Ristic ist allerdings keine Option auf den Chefsessel, da er zwar im Besitz einer A-Lizenz, aber nicht Inhaber einer Qualifikation als Fußballlehrer ist. Dieses Papier benötigt man aber zwingend, um in der 3. Liga als verantwortlicher Trainer fungieren zu dürfen und ist nur mit DFB-Sondergenehmigung möglich.

"Ich gehe diese Aufgabe aus Respekt vor den Spielern, den Fans und dem Verein professionell an. Ich überlege schon länger, den Fußballlehrer zu machen, aber es ist nicht so einfach, da reinzukommen", meinte Ristic und fügte an: "Ich muss als Chef ein paar mehr Entscheidungen treffen. Vorher hatte ich wenig Freizeit, jetzt aber gar keine mehr. Ich habe aber auch kein Problem damit, wieder Co zu sein." Der 43-Jährige gilt beim CFC schon als Mitarbeiter mit einer gewissen Historie. Er kam im Sommer 2017 als Co. von Horst Steffen nach Chemnitz. Während der Chef am 2. Januar 2018 wegen ausbleibender Erfolge beurlaubt und wenig später durch David Bergner ersetzt wurde, blieb Ristic.

Der Chemnitzer FC war nicht seine erste Station als Co-Trainer. Unter Horst Steffen begleitete Ristic diesen Posten auch schon bei den Stuttgarter Kickers und dem SC Preußen Münster. Zuvor hatte er reichlich Erfahrung als Spieler gesammelt. Nachdem seine Familie Anfang der 1990er-Jahre nach Deutschland kam, schloss er sich zunächst dem SSV Reutlingen an und wurde 1997 zum VfB Stuttgart geholt. Von 2001 bis 2004 trug er das Trikot von Union Berlin und erzielte für die "Eisernen" in 82 Spielen 22 Tore. Nach weiteren Stationen beim Grasshopper Club Zürich und Eintracht Braunschweig endete seine aktive Laufbahn 2011 beim SV Sandhausen.

Die Himmelblauen warten als Tabellenvorletzter mit drei Zählern noch auf den ersten Saisonsieg. Wenn sich Ristic nun taktische Gedanken über das Auswärtsspiel in Unterhaching macht, könnte auch Tobias Müller wieder eine Rolle spielen. Der Kicker hat seine Verletzung auskuriert. Auch Kostadin Velkov ist nach überstandener Verletzung zurück. Für ihn dürfte aber ein Einsatz noch zu zeitig kommen. Wegen der U23-Regelung ist Clemens Schoppenhauer (27) nicht im Kader. Mit im Kader ist der Neuseeländer Thomas Doyle genauso wie Last-Minute-Neuzugang Philipp Hosiner. Beide seien auch eine Option für die Startelf, so Ristic. Sören Reddemann ist ebenfalls wieder auf den Beinen, nachdem er eine Lebensmittelvergiftung überstanden hat. mit lumm

Mögliche Aufstellung CFC: Jakubov - Itter (Doyle), Sarmov, Hoheneder, Milde - Bohl, Langer - Müller, Hosiner, Garcia - Bozic.

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