5,8 Millionen Euro fließen in Kitas und Horte

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Jugendhilfeausschuss beschließt Maßnahmeplan für Fördermittel

Glauchau.

Der Bund hat zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie kurzfristig Konjunkturpakete für die Betreuung der Jüngsten aufgelegt. Fast 3,3 Millionen Euro fallen davon auf den Landkreis Zwickau für Kita-Sanierungen ab, weitere 2,5 Millionen Euro für Ganztagsbetreuung in Horten. Allein um die Zuschüsse im Hortbereich hatten sich 56 Einrichtungen erfolgreich beworben, die nach einstimmigem Beschluss des Jugendhilfeausschusses auch alle begrüßt werden.

Das Kita-Programm sieht bis zu 90 Prozent Fördermittel vor. Der Landkreis hat sich dafür entschieden, nur maximal 70 Prozent weiterzugeben, damit mehr Kitas in den Genuss der Förderung kommen. Das Geld soll zudem nur dorthin fließen, wo ein Wegfall von Plätzen droht oder deren Anzahl dringend aufgestockt werden müsse. Da ein Träger seinen Antrag zurückgezogen hat, dürfe das Geld für 24 Antragsteller ausreichen.

Einen Rückzieher hatte die Diakonie Westsachsen gemacht, die ursprünglich den Kindergarten "Sonnenblume" in Hohenstein-Ernstthal wegen erheblicher Baumängel grundlegend sanieren wollte. Mit 1,2 Millionen Euro vom Bund hätte der Landkreis das Vorhaben auch unterstützt. Nun kommt das Geld vielen anderen zugute. In Glauchau kann die christlich integrative Kindertagesstätte "Lebensbaum" mit 154.000 Eure ihre Krippenkapazitäten erweitern und dann auch Kinder ab einem Jahr aufnehmen; das Kinderparadies Niederlungwitz der Kinderzunft bekommt 23.000 Euro für die Sanierung von zwei Wasch- und Toilettenräumen; die Kita "Mischka" des Vereins FAB kann mit 11.000 Euro Zuschuss für neue Toiletten rechnen und bekommt weitere 69.000 Euro für eine Dachsanierung. In Waldenburg kann die Kita "Altstädter Kinderland" der gleichnamigen Elterninitiative mit 20.000 Euro einen zweiten Rettungsweg erneuern, die Kita "Schatzkiste" des Diakoniewerks Westsachsen mit 25.000 Euro die Sanierung der von Schimmel befallenen Küche und des Lagers angehen.

Ausschussmitglied Hans-Jürgen Melle (Kinderhausverein Zwickau) meldete Zweifel an, dass Einrichtungen die nötigen 30 statt nur zehn Prozent Eigenanteil aufbringen können. "Für kleine Träger ist das ein enormer Unterschied. Insbesondere Kindertagesstätten haben keine Möglichkeit, Eigenmittel zu erwirtschaften", mahnte Melle. Laut Tobias Habermann, Amtsleiter für Schule und Bildung des Landkreises, seien jedoch alle Einrichtungen informiert worden, dass lediglich 70 Prozent gefördert werden könnten. Mit diesem Wissen hätten sie ihre Anträge gestellt.

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