Das Hot-Badeland ist wieder offen

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Drei Wochen hatte das Schwimmbad wegen Reinigungs- und Sanierungsarbeiten geschlossen. Seit Montag darf wieder geplanscht und geschwommen werden.

Hohenstein-Ernstthal.

Seit Montag ist wieder Betrieb im Hot-Badeland. "Wir sind sehr gut besucht dafür, dass wir den ersten Tag wieder offen haben. Und dafür, dass so schönes Wetter ist", freut sich Bademeister Thomas Lauterbach. Nach dreiwöchiger Schönheitskur zeigt sich das Hallenbad frisch gereinigt. Zudem gab es einige Sanierungsmaßnahmen. Das fällt den Badegästen auf. "Ich habe mich noch nicht so sehr umgesehen. Was mir aber zuerst aufgefallen ist: Die Duschen sind repariert worden", sagt Gunda In der Rieden aus Bernsdorf. Die jetzt 69-Jährige kommt seit 2001 regelmäßig ins Hot-Badeland. Sie schwärmt: "Hier ist immer alles gepflegt, die Leute sind freundlich. Da fahre ich doch nicht sonst wohin. Ich hoffe, dass es mit dem Bad noch lange weitergeht."

Kurz nach der Wiedereröffnung fällt auf, dass es trotz Hitze nicht überfüllt ist. Doch das ist für Lauterbach nicht ungewöhnlich, denn der Sommer ist fürs Hot-Badeland traditionell nicht die Hauptsaison. "Grob kann man sagen, dass im Sommer nur halb so viele Gäste zu uns kommen wie sonst. Deshalb legen wir die Schließzeit in den Sommer. Wir sind eben kein Freibad. Bei über 30 Grad ist das Wasser bei uns keine wirkliche Abkühlung." Bei weniger warmem Wetter ist das aber ein Pluspunkt, der vor allem Senioren anlockt. So sagt die 79-jährige Anneliese Sonntag: "Ich bezahle lieber mehr, als dass die Temperatur gesenkt wird. Ich nutze deshalb auch gern den Warmbadetag." Der ist immer freitags. Das Schwimmerbecken wird an diesem Tag auf 31 Grad hoch geheizt. An allen anderen Tagen sind es 29 Grad. Anneliese Sonntag kennt die Schwimmhalle seit DDR-Zeiten. Mindestens einmal pro Woche kommt sie zum Schwimmen. Für sie besonders erfreulich: "Durch die Wende hat sich das Bad zum Positiven verändert. Vorher gab es viele Dinge gar nicht. Den Whirlpool zum Beispiel. Und die Dampfgrotte."

Thomas Lauterbach, der seit 19 Jahren im Bad arbeitet, sieht den Grund für den guten Zustand vor allem in den regelmäßigen Investitionen. Jeden Sommer ist für drei Wochen geschlossen. In dieser Zeit wird alles gereinigt, aber auch immer einiges erneuert. Fliesen und Technik, aber auch vermeintliche Kleinigkeiten. "In diesem Jahr sind zum Beispiel auch die Sonnenschirme im Außenbereich erneuert worden", so Lauterbach.

Für die 58-jährige Sylke Eylert aus Lichtenstein hat das Bad noch einen anderen Pluspunkt: "Ich nutze gern die Kurse, die hier angeboten werden, vor allem Aquajogging." Los geht es mit dem vollen Programm von Schwimmkursen bis Physiotherapie wieder im September. Dann wird wohl auch die Strategie der Betreiber voll aufgehen, denn im Gegensatz zu anderen Bädern soll im Hot-Badeland die Wassertemperatur künftig nicht gesenkt werden. Und das mit gutem Gewissen, denn das Bad ist von Gas unabhängig. Geheizt wird mit Pellets. Und geplant ist die Umstellung auf Solar. Bereits bisher war eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Schwimmhalle installiert, die Fläche war jedoch verpachtet. Künftig soll sie fürs Hallenbadbad genutzt werden.

Nachdem die Preise jahrelang konstant blieben, sollen sie ab Januar 2023 nun moderat steigen. Das hat der Stadtrat jüngst beschlossen. "Trotzdem sind wir im Vergleich zu anderen Anbietern in der Region noch immer am unteren Ende der Preisskala", versichert Thomas Lauterbach. Und eine Kostendeckung werde auch mit der Preiserhöhung nicht erreicht. Für Stammgäste ist der Wechsel in ein anderes Bad ohnehin undenkbar. So verrät der 37-jährige Oliver Scharf aus Lichtenstein: "Ich schwimme hier zwei- bis dreimal pro Woche. Ich würde auch herkommen, wenn das Wasser zwei Grad kälter wäre. Das Schwimmbad muss doch erhalten werden."

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