Limbacher veröffentlicht ersten Roman

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Es ist ein dicker Wälzer, wie man umgangssprachlich sagt, den Enrico Schnitzer da als Erstlingswerk herausgebracht hat. 571 Seiten stark ist sein Buch "Der Patenmörder", das vor wenigen Wochen erschienen ist.

Limbach-Oberfrohna.

Schon als Kind hat Enrico Schnitzer davon geträumt, später einmal eine Geschichte zu veröffentlichen. Doch nicht irgendeine - sondern seine persönliche. Der Traum ist jetzt wahr geworden. Sein Erstlingswerk, der 571 Seiten starke Roman "Der Patenmörder", ist vor wenigen Wochen erschienen ist. "Ich habe etwa ein Vierteljahrhundert daran gearbeitet", erzählt der Limbacher.

Enrico Schnitzer wird 1985 geboren und wächst in Limbach-Oberfrohna auf. Nach dem Schulabschluss an der Pestalozzischule absolviert er eine Ausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutz-Mechatroniker bei der hiesigen Firma Warema. Anschließend zieht es den jungen Mann in die Nähe von Dortmund, wo er sich beruflich noch einmal neu orientiert - mit einer Ausbildung zum Kinderpfleger. Irgendwann will Schnitzer dann aber doch wieder zurück in die Heimat und beginnt, bei Continental im Gewerbegebiet zu arbeiten. Derzeit ist der 36-Jährige im Stadtarchiv tätig, in dem er im nächsten Jahr eine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste anfangen will. In der Freizeit zeichnet Enrico Schnitzer gern, bringt sich gerade autodidaktisch das Klavierspielen bei. Seine große Leidenschaft ist allerdings das Schreiben.

In seinem Buch geht es um zwei Jungen im Teenageralter, Enrico und Toni, die sich in den 1920er Jahren in New York kennenlernen. Toni wirkt nach außen zunächst zurückhaltend und genießt es schnell, dass er in Enricos Gegenwart einfach nur ein ganz normaler Junge sein kann. Denn was Enrico nicht weiß: Toni lässt sich zum Auftragskiller ausbilden. Die beiden freunden sich an, kommen sich näher, auch körperlich. Brenzlig wird es, als Enrico seinem Freund auf das Dach eines Hochhauses folgt und ihn bei einem Mord beobachtet. Danach soll der geliebte Mensch der nächste auf Tonis Abschussliste sein. Wie wird er sich entscheiden? "Diese Stelle ist für mich die emotionalste im Buch", verrät der Hobbyschriftsteller. Durch die Namensgleichheit von ihm und einem der Protagonisten will der Limbacher autobiografische Züge deutlich machen. "Vieles von dem, was ich geschrieben habe, habe ich schon mal geträumt", so Schnitzer. Da er an Wiedergeburt glaubt, kann er sich vorstellen, selbst einmal in den Zwanzigern gelebt zu haben. "Das soll hier also eine Art Lebensgeschichte sein, die ich erzähle", sagt er. Seit seiner Kindheit schreibt er Träume und Déjà vus auf und packt sie in den Roman. In Internetforen hat er sich dazu mit Gleichgesinnten ausgetauscht, die ihn schließlich dazu ermutigten, seine Geschichte zu veröffentlichen.

Doch sein Mix aus Krimi und Liebesgeschichte ist mit dem ersten Roman keineswegs vorbei. Den zweiten Band hat er schon fertig, Teil drei ist derzeit in Arbeit. Enrico Schnitzer habe Phasen, in denen er keinerlei Muße für das Texten hat. "Und dann gibt es wiederum solche, wo ich eine Höhle bräuchte, in der ich mich verstecken kann, weil ich dann extrem viel schreibe", erzählt er. Auch deswegen sei die Romanform diejenige, die er priorisiert. Zwar hat Enrico Schnitzer früher auch schon ein paar Kurzgeschichte geschrieben - doch er kann sich schwer kurzfassen, wie er sagt. "Ich brauche viel Raum, um eine Geschichte zu entwickeln", erzählt er.

Sein Buch "Der Patenmörder" liegt in der Limbacher Bibliothek zur Ausleihe bereit und ist in der Buchhandlung an der Helenenstraße erhältlich. Schnitzer kann sich vorstellen, künftig Lesungen zu halten. Und dann hat er noch einen Wunschtraum, den er gern irgendwann realisieren würde: "Ich möchte meine Geschichte sehr gern einmal auf der Kinoleinwand sehen."

Das Buch "Der Patenmörder" ist im Rediroma Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.