Radfahrer frontal erfasst: Autofahrer muss sich vor Gericht verantworten

St. Egidien/Niederlungwitz.

Seit Donnerstag muss sich ein Mann aus St. Egidien vor dem Landgericht Zwickau verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann nicht nur fahrlässige Tötung vor, sondern auch versuchten Mord durch Unterlassen. 

Demnach soll der Angeklagte am Abend des 12. November vergangenen Jahres einen 57-jährigen Radfahrer auf der Hohensteiner Straße in Niederlungwitz mit seinem Auto erfasst und tödlich verletzt haben. Laut Anklage war der Autofahrer alkoholbedingt auf der Gegenfahrbahn gefahren und hatte nicht auf den ihm entgegenkommenden Radfahrer reagiert. Der Mann im Auto fuhr weiter, ohne sich um den 57-Jährigen zu kümmern, der noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen erlag. Der Autofahrer raste später in Rüsdorf in eine Hecke an der Lichtensteiner Straße. Ein Blutprobe ergab eine Blutalkoholkonzentration von 1,65 Promille. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt. (erki/dha)

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Bär53
    09.05.2019

    Vor einem Unfall ist kein Verkehrsteilnehmer gefeit. Aber dann ohne Hilfeleistung einfach davon fahren und das Opfer am Straßenrand sterben lassen- das gehört gebührend bestraft. Ich hoffe, das Gericht sieht das ebenso.



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