Mit schwerer Technik ist der Staatsbetrieb Sachsenforst im Einsatz, hier im Jahr 2016 an der Cottaeiche.
Mit schwerer Technik ist der Staatsbetrieb Sachsenforst im Einsatz, hier im Jahr 2016 an der Cottaeiche. Bild: Thomas Michel/Archiv
Werdau
Sachsenforst schlägt mit Harvestern Holz im Werdauer Wald

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In Leubnitz-Forst sind in den kommenden Wochen Wege gesperrt und Umleitungen unvermeidlich. Zudem wird eindringlich vor dem Spielen auf Holzpoltern gewarnt.

Leubnitz.

Im Werdauer Wald nahe Leubnitz Forst sind seit über einem Monat Forstarbeiter mit schweren Maschinen zugange. Laut Sachsenforst-Sprecherin Ines Bimberg finden in dem Abschnitt zwischen Trünziger Straße und Lärchenweg „umfangreiche Waldpflegemaßnahmen“ statt. Gearbeitet werde auch mit Vollerntemaschinen, so genannten Harvestern, die wiederum erfordern zeitweise die Sperrung der Waldwege im genannten Bereich.

Viele Fichten fallen

Über zehn Jahre sei es ruhig gewesen in diesem Revierteil, von außerplanmäßigen Nutzungen auf Grund von Borkenkäferbefall oder Sturmschäden abgesehen. Die Waldpflege sei eine reguläre Wirtschaftsmaßnahme, so Bimberg. Altholz werde gefällt, in erster Linie Fichte. Die Wälder müssten fit gemacht werden für den Klimawandel. Dafür würden standortgerechte Baumarten und Vielfalt im Wald benötigt. Auf den Freiflächen sollen Waldarbeiter von Sachsenforst und Forstfirmen im nächsten Jahr Stieleiche, Bergahorn, Winterlinde, Hainbuche pflanzen, aber auch seltene Baumarten wie Bergulme und Esskastanie.

Durch eine frische Schneise an der Hasenheide im Werdauer Wald im Jahr 2016.
Durch eine frische Schneise an der Hasenheide im Werdauer Wald im Jahr 2016. Bild: Thomas Michel/Archiv

Über 7000 Festmeter Holz werden laut Bimberg bis zum nächsten Frühjahr im Revier Leubnitz geerntet. Dafür seien zeitweise Sperrungen während der Fällarbeiten unerlässlich. Die betroffenen Waldwege seien durch rot-weißes Flatterband und Hinweisschilder gesperrt. Waldbesucher sollten auf keinen Fall die Wegesperrungen ignorieren. Es bestehe Lebensgefahr. Die Harvesterfahrer hätten nur ein eingeschränktes Sichtfeld und könnten Personen zu spät erkennen. Außerdem sei das Risiko herabfallender Baumteile hoch. Bimberg warnt zudem vor Spieltrieb im Angesicht der Ernte: „Holzpolter sind keine Spielplätze und sollten auf keinen Fall betreten werden.“

Hauptwege werden anschließend wieder hergestellt

Wo geforstet wird, kommt es auch zu matschigen Wegen und sichtbaren Spuren der schweren Maschinen. Nach den Wirtschaftsmaßnahmen einschließlich Holzabfuhr will der Sachsenforst die Begehbarkeit der Hauptwege wieder herstellen. Das könne aber bis zum Frühsommer dauern, so Forst-Sprecherin Bimberg. „Wir möchten die Waldbesucher um Verständnis bitten und dass sie unbedingt die zeitweiligen Wegesperrungen akzeptieren.“ (kru)

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