Tokio-Tour: Sportliche Weltenbummler planen neuen Anlauf

Crimmitschau.

Nach der Mitteilung, dass die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Coronakrise von 2020 auf 2021 verschoben werden, schöpfen auch zwei sportliche Weltenbummler neue Hoffnung. René Beck, der aus Ponitz bei Crimmitschau stammt, und seine Freundin Liliana Rachel wollen unter dem Titel "Road2Tokio" mit einem umgebauten Geländewagen in die japanische Hauptstadt reisen. Den ersten Versuch mussten sie vor wenigen Tagen abbrechen, weil ihnen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus die Einreise von Slowenien nach Kroatien untersagt wurde.

"Wir überlegen nun, vorausgesetzt die Pandemie ist bis dahin überwunden, im Sommer 2020 wieder aufzubrechen und über einen Zeitraum von zwölf Monaten nach Tokio zu fahren", sagte René Beck. Dazu würden demnächst erste Gespräche mit der Deutschen Olympischen Akademie und Partnern anstehen. Mit Blick auf die beruflichen Verpflichtungen sehen René Beck und Liliana Rachel keinen Zeitdruck, da ihr "Sabbatjahr" bis Ende März 2021 laufen sollte und durchaus noch um einige Monate verlängert werden könnte.

Nach den Absagen der ersten Nationen und Athleten sei die Entscheidung, die Tokio-Spiele um ein Jahr zu verschieben, richtig. René Beck, der auch schon Pressesprecher beim Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau war, sagt mit Blick auf das Fair Play: "Die Spiele hätten ohnehin nicht chancengleich ausgetragen werden können: Seit Tagen ist weltweit kein regulärer Trainings- und Wettkampfbetrieb realisierbar, es werden teilweise keine Dopingtests durchgeführt und eine signifikante Anzahl von Sportlern war bisher noch nicht einmal qualifiziert." (hof)


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