Trainingseisfläche teurer als geplant

ETC-Vorstand muss Projekt wegen Mehrkosten überarbeiten

Die Pläne zur Schaffung einer Trainingseisfläche am Kunsteisstadion im Sahnpark in Crimmitschau wackeln. Zur nächsten Sitzung des Stadtrates am 26. September stehen - entgegen den bisherigen Ankündigungen - weder ein Baubeschluss noch eine Aktualisierung der Sportstättenleitplanung auf der Tagesordnung. Das hat Oberbürgermeister André Raphael (CDU) am Freitagnachmittag auf Anfrage der "Freien Presse" mitgeteilt.

Damit fehlen dem ETC Crimmitschau, der das Vorhaben umsetzen will, wichtige Voraussetzungen, um bis Ende des Monats die Fördermittel aus den Töpfen der Sportförderung des Freistaates beantragen zu können. "Das ist ein brutaler Rückschlag", sagte Vereinschef Matthias Gerth, der die Trainingseisfläche mit dem großen Eiszeiten-Bedarf der mehr als 300 Kinder und Jugendlichen begründet.

Der Hintergrund: Am 6. September trafen die Planungsunterlagen für das Projekt im Rathaus ein. Dadurch erfuhr die Stadt laut Raphael, dass anstelle einer Zeltüberdachung eine Halle in Leichtbauweise favorisiert wird. "Daraus resultiert die Notwendigkeit, eine massive Bodenplatte beziehungsweise Einzelfundamente herzustellen", sagte Raphael. Das würde bei einer Fläche von 1500 Quadratmetern zu Mehrkosten von 225.000 bis 300.000 Euro führen.

Am Montag fand ein Gespräch zwischen Verantwortlichen der Stadt und des ETC statt. Raphael: "Dabei wurde übereinstimmend festgestellt, dass sich die Kosten für die Errichtung der mobilen Eisfläche nebst Halle auf weit mehr als 500.000 Euro belaufen und demzufolge die Zweckbindungsfrist über die bisher angestrebte Grenze von 10 Jahren steigt." Bisher war der ETC davon ausgegangen, dass weniger als eine halbe Million Euro ausreicht. Raphael: "Insofern kamen alle Beteiligten überein, dass der ETC seine Pläne und die Finanzierung der zweiten Eisfläche überarbeitet." (hof)

 

 

 

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