Grüne Welle: Zwickau will den Verkehrsfluss optimieren

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Mittels Computertechnik könnte es in der Stadt für Kraftfahrer zügiger vorangehen. Allerdings scheint die Umsetzung der Idee in weiter Ferne zu liegen.

Zwickau.

Den nach wie vor zunehmenden Verkehr auf den Straßen der Kreisstadt will das Tiefbauamt der Zwickauer Stadtverwaltung mit moderner Computertechnik in den Griff bekommen. Bis allerdings der erste Rechner den Verkehr steuert, werden noch einige Jahre vergehen. Denn die Verkehrsplaner sind inzwischen von der ursprünglichen Idee eines zentralen Verkehrsleitrechners für das gesamte Stadtgebiet abgerückt. Das hätte Kosten in Millionenhöhe zur Folge gehabt. Außerdem könnte es passieren, dass bei einem Ausfall des Servers der Verkehr im gesamten Zwickauer Stadtgebiet zusammenbricht.

"Das Tiefbauamt erachtet es für sinnvoller, den Einsatz von Gebietsrechnern zur Optimierung von Lichtsignalanlagen zu prüfen", sagte Heike Reinke von der Pressestelle. Der Rechner bietet die Möglichkeit, den Verkehrsfluss in speziellen Schwerpunkten durch flexible Lösungen wie die Schaffung von sogenannten grünen Wellen zu verbessern. Einen Kleingebietsrechner hat die Stadt bereits in der Bahnhofstraße im Einsatz. Im Tiefbauamt sieht man weitere Einsatzmöglichkeiten. So könnte in Marienthal zwischen der Windbergstraße und der Jacobstraße der Verkehr ebenso durch eine Rechnersteuerung der Ampeln zügiger fließen wie entlang der B 93 zwischen Kolpingstraße und Thurmer Straße und der B 173 zwischen Humboldtstraße und der Pöhlauer-/Reinsdorfer Straße.

Konkrete Planungen gibt es allerdings bisher für keines der Vorhaben. "In einem ersten Schritt müssen Verkehrserhebungen und verkehrsplanerische Untersuchungen inklusive Simulation des Verkehrsablaufs durchgeführt werden", sagte Reinke. Daher lasse sich derzeit auch noch kein Umsetzungstermin nennen. Auch Kostenschätzungen liegen noch nicht vor. Dabei hofft die Stadt auf Fördermittel. Darum hatte sich der Zwickauer Landtagsabgeordnete Gerald Otto (CDU) bemüht. "Im Wirtschaftsministerium hat man auf die Fördermittel für den kommunalen Straßenbau verwiesen", sagte er. Dort könnten sich Handlungsmöglichkeiten für die Stadt Zwickau eröffnen.

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