So lief der Besuch der Kanzlerin am Zwickauer Gedenkort für die NSU-Opfer

Zwickau.

13.15 Uhr: Nach kurzen Ansprachen ist die Veranstaltung zu Ende gegangen. Laut Polizei werden die Verkehrseinschränkungen rund um den Gedenkort am Schwanenteich in Kürze aufgehoben.

13.11 Uhr: Die Gegendemonstranten stehen noch immer an der Moccabar und machen sich dort bemerkbar.

13.03 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel spricht seit mehreren Minuten mit Anwesenden in kleiner Runde. 

12.53 Uhr: Die Bundeskanzlerin ist am Gedenkort eingetroffen. Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) sind anwesend. Unter den Teilnehmern ist auch der Schüler Jakob Springfeld. Kurz nachdem der erste Gedenkbaum für Enver Simsek abgesägt worden war, hatte er einen Protestmarsch mit rund 100 Schülern zu der Stelle am Schwanenteich mitorganisiert. 

12.39 Uhr: Acht Schüler des Zwickauer Peter-Breuer-Gymnasiums und der Schulleiter treffen am Schwanenteichgelände ein. 

12.35 Uhr: Vor der Moccabar haben sich etwa zehn Anhänger der Partei "Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland" (ADPM) und "Zukunft Zwickau" gesammelt und skandieren "Merkel muss weg". Dazu haben sie ein Transparent mit der Aufschrift "Propaganda stoppen" aufgehängt. 

12.28 Uhr: Die Reichenbacher Straße ist jetzt für den Verkehr gesperrt worden. 

12.19 Uhr: Zahlreiche Journalisten und Kamerateams sind am Gedenkort für die NSU-Opfer am Schwanenteich bereits in Position gegangen. Vor Ort ist auch Zwickaus Polizeipräsident Conny Stiehl, der abermals bestätigt, dass es im Fall des gefällten ersten Gedenkbaums für Enver Simsek noch keinen Tatverdächtigen gibt. 

Der Zugang zum südlichen Teil des Schwanenteichparks, in dem sich unter anderem der Kinderspielplatz befindet, ist nach wie vor offen, sagte eine Rathaussprecherin. Polizisten hindern Besucher aber am Erreichen der Ziegelwiese. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besucht am heutigen Montag den Zwickauer Gedenkort für die Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Die Stätte am Schwanenteich war am Sonntag eingeweiht worden.

Für ihren Besuch in der Zwickauer Innenstadt sind bereits am Montagvormittag umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Der Park am Schwanenteich ist weiträumig abgesperrt, ein Betreten ist nicht möglich. Fußgänger, die die Humboldtstraße überqueren wollen, werden bis zur Bahnhofstraße geschickt. Zudem kreist ein Hubschrauber über der Stadt. 

Obwohl der Besuch Merkels nicht öffentlich ist, hat sich am Eingang zum Park an der Reichenbacher Straße gegen Mittag eine Gruppe von 20 Schaulustigen gebildet, die auf die Ankunft der Kanzlerin wartet. Angela Merkel wohnt im Zwickauer VW-Werk dem offiziellen Produktionsstart des Elektroautos ID.3 bei. Sie wird nicht vor 13 Uhr am Schwanenteichgelände erwartet. (ael) 

6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    3
    Malleo
    04.11.2019

    distel..
    Was Sie alles so deuten können.
    Schreiben Sie Horoskope.

  • 5
    10
    Distelblüte
    04.11.2019

    @Malleo und kartracer: Wäre Frau Merkel gestern dabei gewesen, hätten Sie oder andere ewig gestrige ihr das "Bad in der Menge" vorgehalten.
    So fand der Besuch in ruhigem Rahmen statt - passend für den Anlass. Dass der äußerste rechte Rand in Form von Poggenburgs Splittertruppe und Pro Chemnitz kaum auf erkennbare Zahlen kam, freut mich.

  • 7
    8
    Malleo
    04.11.2019

    Eindrucksvoll, volksnah, authentisch. Bilder mit Signalwirkung!
    Handverlesenes Publikum auf einer Ziegelwiese im Umkreis von 200m von Grundrechtsträgern befreit.
    So sehen sich die Politiker dieser Regierung gern, moralisch überhöht deshalb nicht angreifbar, mit Teflon beschichtet, Kritik bleibt so nicht haften.
    Demokratieverständnis des Rechtsstaates Deutschland 2019.

  • 3
    8
    1371270
    04.11.2019

    Ich enthalte mich jeder weiteren Bemerkung. Das Bild spricht doch Bände!

  • 7
    11
    kartracer
    04.11.2019

    WOW, 20 Schaulustige, 10 Gegendemonstranten und wie viele Polizisten???
    Da gewöhnt sich wohl die Besucherin schon mal an das ruhige Rentnerdasein.

  • 18
    3
    DTRFC2005
    04.11.2019

    Bleibt zu hoffen, das die Bäumchen diesmal in Ruhe wachsen dürfen, ohne einer Säge o.ä zum Opfer zu fallen.



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