Döner-Drive-In: Stadt und Inhaber auf Standort-Suche

Der Betreiber des Imbisses an der Zschopauer Straße muss das Lokal in diesem Jahr verlassen. Alternativen zu finden, ist schwierig.

Zentrum.

Der Döner-Drive-In an der Zschopauer Straße in der Nähe des Tietz wird noch länger geöffnet bleiben als bisher bekannt. Eigentlich sollte Betreiber Orhan Macar im Dezember vorigen Jahres ausziehen, nachdem ihm die Stadt den Mietvertrag gekündigt hatte. Die Fläche zwischen Tietz und Zschopauer Straße soll neu bebaut werden. Doch Macar weigerte sich, seine Sachen zu packen. Notfalls wolle man es auf eine Räumungsklage ankommen lassen, hatte Ende 2017 seine Anwältin Annette Neuerburg erklärt. Doch nun teilt die Stadt mit, dass die Aufgabe des Imbisses am alten Standort im vierten Quartal 2018 denkbar sei. Zuvor wollen Stadt und Betreiber einen neuen Standort für das Lokal finden. Nach aktuellem Stand, so ein Rathaussprecher, könne bis Jahresmitte eine Lösung gefunden sein und mit den Vorbereitungsarbeiten am neuen Ort begonnen werden.

Derzeit befinden sich Macar und seine Anwältin in Gesprächen mit der Stadt. Vor wenigen Tagen gab es ein Treffen mit Vertretern des Rathauses, so Neuerburg. Ein Thema sei die Auswahl eines neuen Standortes gewesen. "Wir prüfen derzeit zwei Alternativen", so die Anwältin. Diese befänden sich "in der Gegend des Zentrums", so die Anwältin. Allerdings entsprächen beide Vorschläge nicht eins zu eins dem, was ihr Mandant derzeit habe. "Es geht jetzt darum, auch die Kosten, die ihn an einem neuen Ort erwarten, zu prüfen", so die Juristin. Deshalb gelte es, mit der Verwaltung zu klären, ob Kosten von der Stadt getragen werden können. Schließlich habe ihr Mandant nach einem Unwetter 2013 einen hohen Betrag in das jetzige Imbiss-Gebäude investiert, das er nun verlassen müsse. Im Gegenzug verlängerte die Stadt damals den Mietvertrag eigentlich bis 2025.

Der Stadt seien bisher vom Betreiber keine finanziellen Forderungen vorgelegt worden, so der Rathaussprecher. Diese wären Voraussetzung für Entscheidungen der Verwaltung. Insgesamt seien zwölf Standortalternativen untersucht worden, davon befinde sich der überwiegende Teil in der Innenstadt oder im zentrumsnahen Bereich. Die Anwältin erklärte, bis Anfang Februar die zwei vorgeschlagenen Standorte zu prüfen. "Dann reden wir weiter mit der Verwaltung." Sie habe das Gefühl, dass die Stadt an einer Lösung interessiert sei: "Die Gespräche sind konstruktiv."

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