Anklage wegen Raub und Diebstahl gegen zwei Männer

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 28-jährigen Syrer und einen 18-jährigen Deutschen wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung erhoben. Die beiden jungen Männer werden beschuldigt, am 18. Januar gegen 21.15 Uhr im Bereich der Kreuzung Matthesstraße/Fritz-Matschke-Straße mit einer weiteren bislang unbekannten männlichen Person mehrere Jugendliche angegriffen und dabei eine Geldbörse und einen Rucksack entwendet haben. Dabei sollen sie auch einen Nothammer eingesetzt haben. 

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hatten sich die Männer zuvor mit Tüchern und Kapuzen vermummt. "Nachdem die Angeschuldigten mit den erbeuteten Gegenständen geflüchtet waren und von den Jugendlichen verfolgt wurden, versetzte einer der Beschuldigten einem der Geschädigten nochmals mit dem Nothammer einen Schlag gegen den Kopf", heißt es in einer Pressemitteilung. 
 
Die beiden Angeschuldigten seien noch am selben Tag festgenommen worden und befinden sich in Untersuchungshaft. Da einer der Täter bei der Tat ein gefährliches Werkzeug verwendet hatte, haben die Angeschuldigten im Falle einer Verurteilung laut Staatsanwaltschaft mit einer Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren bzw. einer "empfindlichen" Jugendstrafe zu rechnen. Ein Hauptverhandlungstermin steht bislang noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft hat außerdem Anklage gegen einen 27-jährigen pakistanischen Staatsangehörigen wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchten schweren Raubes und Sachbeschädigung erhoben.  
 
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hatte der Angeschuldigte am 21. Januar gegen 22.10 Uhr einen Mann auf der Bahnhofstraße in Chemnitz angesprochen und nach einer Zigarette gefragt. Als der Geschädigte die Herausgabe verweigert hatte, soll ihn der Beschuldigte mehrfach ins Gesicht geschlagen haben, wobei er ein Handy in seiner Faust hielt.

Nachdem sich der Beschuldigte kurzzeitig entfernt hatte, kehrte er wieder zurück und forderte nun das Handy des Geschädigten heraus. Dafür soll er in dessen Hosentasche gefasst haben, in der sich das Handy des Geschädigten befand, und schlug ihm nochmals ins Gesicht. Der Geschädigte zog sich bei der Tat Verletzungen im Gesichtsbereich zu. Zudem wurde seine Brille beschädigt. 
 
Der Angeschuldigte, der zur Tatzeit unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, konnte in Tatortnähe von einem Wachmann gestellt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Er befindet sich seit dem 22. Januaer in Untersuchungshaft. Im Falle einer Verurteilung droht ihm laut Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr. Ein Hauptverhandlungstermin steht noch nicht fest. (cma)


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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 9
    5
    701726
    01.04.2020

    Der deutsche verurteilt, die anderen ab in ihr Heimatland und dort ins Gefängnis.