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Licht und Co.: Was Sie bei Stromausfällen wirklich brauchen

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Fällt der Strom aus, wie Anfang der Woche in Reutlingen, sitzt man schnell mal im Dunkeln. Da hilft eine Taschenlampe, klar. Doch es gibt noch mehr Dinge, die die Zeit ohne Strom erleichtern.

Berlin.

Das Licht geht nicht, der Herd geht nicht, der Handy-Akku nähert sich der Leere: Fällt der Strom aus – so wie kürzlich in Reutlingen geschehen – merkt man oft erst so richtig, was man an ihm hat. 

Umso besser, wenn man dann nicht ganz blank dasteht, sondern ein paar Dinge zu Hause hat. 

1. Kleine Helferlein für Licht und Infos

Sinnvoll sind laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) etwa eine Taschenlampe mit Batterie für ein wenig Licht - und ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio.

Das Radio ist vor allem praktisch, wenn Sie keinen Internetempfang mehr haben und das Handy schlapp macht. Denn dann können Sie auch bei längeren Stromausfällen informiert bleiben und etwa Mitteilungen der Behörden verfolgen. Vom Unterhaltungsfaktor ganz zu schweigen.

Praktisch können auch solarbetriebene Batterieladegeräte oder eine Powerbank sein. Sind die geladen, können sie etwa Smartphones, Tablets und kompatible Laptops mit Energie versorgen. Wie lange, das hängt von der verbauten Kapazität ab (etwa 10.000 Milliamperestunden bei kleineren oder 20.000 Milliamperestunden bei größeren Powerbanks) und von der entnehmbaren Energiemenge, die in Wattstunden (Wh) gemessen wird.

Beim Kauf sollte man sich laut Stiftung Warentest vor allem an letzterer orientieren. Liefert eine große Powerbank rund 70 Wh, lässt sich damit ein Smartphone je nach Akkugröße ungefähr zwei- bis fünfmal laden, ein Notebook immerhin einmal.

Wer noch größere Stromreserven benötigt, kann den Warentestern zufolge auf eine sogenannte Powerstation setzen. Die wird etwa fürs Camping genutzt, kann aber auch im Notfall für mehrtägige Stromausfälle infrage kommen.

2. Süppchen kochen mit Fondue-Set

Lust auf was Warmes trotz Stromausfall? Kleinere Mahlzeiten können Sie, so schreibt das BBK, auf einem Campingkocher zubereiten. Doch Vorsicht: Laut einem Marktcheck der Verbraucherzentrale Sachsen ist ein Spirituskocher keine gute Idee. Denn das Nachfüllen von Brennspiritus in den heißen Brenner ist äußerst gefährlich. Zudem ist es nicht empfehlenswert, größere Mengen an Spiritus zu lagern. Und auch grillen sollten Sie im Haus oder in der Wohnung nicht. Das BBK warnt hier vor Erstickungsgefahr.

Wählen Sie am besten einen Kocher mit Brennpaste für Stromausfälle, also etwa ein Fondue-Set. Und vor allem: einen Vorrat an Lebensmitteln, die sich auch kalt essen lassen. Cornflakes, H-Milch, eingelegtes Gemüse und Obst in Dosen und Nüsse sind etwa eine gute Idee. Oder auch Trockenfrüchte und Müsliriegel. Wichtig außerdem: ein Vorrat an Trinkwasser.

Um abzuschätzen, wie viel Lebensmittel Sie daheim haben sollten, können Sie den Vorratskalkulator für Notsituationen nutzen, den die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung online zur Verfügung stellt.

3. Notgroschen in bar

Im Sommer weniger relevant, im Winter aber ein Game-Changer: warme Decken. Mit ihnen und warmer Kleidung lässt sich die Heizung eine Zeit lang ersetzen, so BBK. Vor allem, wenn man einen Raum wählt, indem man sich hauptsächlich aufhält und die Türen schließt. Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz angelegt haben.

Gut zu wissen: Das BBK rät auch immer etwas Bargeld daheim zu haben. Denn bei einem Stromausfall funktionieren die Geldautomaten nicht mehr. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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