CFC-Spendenaktion: 400.000-Euro-Marke ist geknackt

Bis zum kommenden Montag müssen noch 36.000 Euro gesammelt werden, um die Insolvenz beenden zu können - Ballack-Trikots bringen aktuell schon 25.000 Euro

Chemnitz.

Der Chemnitzer FC ist auf einem guten Weg, die mehr als zwei Jahre andauernde Insolvenz demnächst beenden zu können. Am Dienstag wurde bei der Spendenaktion zur Rettung des Vereins die 400.000-Euro-Marke geknackt. Das teilte Pressesprecher Steffen Wunderlich mit. Konkret sind es aktuell 414.000 Euro. Damit braucht der Verein bis zum kommenden Montag noch 36.000 Euro, um die Insolvenz beenden zu können.

Der 10. August wurde vom Vereinsvorstand als Stichtag ausgegeben. Bis dahin müssen 450.000 Euro gesammelt werden, die dann dem vom Amtsgericht eingesetzten Insolvenzverwalter Klaus Siemon zur Verfügung gestellt werden. Er will damit einen Insolvenzplan aufstellen, Gläubiger auszahlen und Verfahrenskosten begleichen. Kommt die Summe nicht zusammen, droht dem Verein die Abwicklung.

Der CFC hatte die Spendenaktion unter das Motto "Gewinnen wir den Club zurück" gestellt. Seit Beginn der Aktion Mitte Juli gab es neben zahlreichen Geldspenden auch Aktionen von Fans und ehemaligen Spielern. So versteigert Michael Ballack zum Beispiel 40 Trikots aus seiner aktiven Zeit. Einen Tag vor Ablauf der Versteigerung würden dort aktuell schon 25.000 Euro zusammenkommen.

66 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    7
    Lailaps
    05.08.2020

    Chemnitz braucht den CFC, wie der Hund ein fünftes Bein!

  • 6
    5
    AliceAndreas
    04.08.2020

    @twe

    Eigentlich war der Umgang mit Geld beim CFC gar nicht soooo schlecht - bis man notgedrungen ein neues Stadion brauchte, als man in Liga 3 aufstieg.

    Um das zu bekommen wurden Konditionen vereinbart ... 800.000 Euro jährliche Pacht für ein Stadion ohne Ausstattung (Anzeigetafel, Catering, usw) ... die eigentlich nur 2 Möglichkeiten offen ließen : Aufstieg in Liga 2 oder Pleite.

    Und so negativ der IV auch in Erscheinung getreten ist ... viele dieser Verträge die letztlich zum Ruin führen wurden neu und verbessert ausgehandelt.

    Das man in diesen 2 Jahren mit Auf- und Abstieg keine 500.000 zur Seite legen konnte um jetzt die Insolvenz zu beenden, hat meiner Meinung nach nichts mit schlechten Umgang mit Geld zu tun.

    Ich glaube der CFC ist inzwischen gut aufgestellt, und das Ende der Insolvenz könnte ein großer Schritt in eine positive Zukunft sein.

  • 14
    7
    872889
    04.08.2020

    Der CFC ist und bleibt ein Fass ohne Boden.

  • 13
    2
    TWe
    04.08.2020

    @Interessierte: So ist das im Insolvenzverfahren. Erst bekommt der Insolvenzverwalter seine Vergütung und dann muss noch die Gläubigerversammlung der Quote (d. h. dem Anteil an den Forderungen, die sie tatsächlich noch bekommen) zustimmen.

    Ich befürchte, dass auch beim Erreichen der Summe die "Katze noch nicht im Sack" ist, denn der Insolvenzverwalter benötigt ja noch die genannte Zustimmung der Versammlung.

    Im Hinblick auf einen Neuanfang wäre das dann dennoch nur ein erster Schritt. Wenn sich beim CFC der Umgang mit dem Geld nicht dramatisch ändert, ist das nächste Insolvenzverfahren nur eine Frage der Zeit...

    Trotzdem hoffe ich (obwohl ich alles andere als ein Fußball-Fan bin), dass es nicht dazu kommen wird.

  • 7
    26
    Interessierte
    04.08.2020

    Also doch mehr oder wenige für den Insolvenzverwalter und den damit verbundenen Kosten ....

    Und der 10. ist am Montag , da könnte am Wochenende noch kurzfristig ein Konzert stattfinden ; was machen denn der Kraftklub und die Jazz-Bands ´jetzt` in dieser Corona-Zeit ?

  • 25
    14
    Bertl
    04.08.2020

    Sehr gut. Ein großes Lob und Dankeschööööön an alle Helfer und Unterstützer. So kommt unser Club wieder auf die Beine, der IV wird dorthin geschickt wo er herkam und dann geht's mit Tatendrang wieder vorwärts. Nochmals großen Dank an alle. Ihr seid die Besten.