OB-Wahl in Chemnitz: Bewerberin der Linken hält Kandidatur aufrecht

Gespräche mit SPD-Kandidat Schulze waren zuvor gescheitert. Unterstützung für Schaper gibt es von Seite der Grünen. Die Entscheidung über die Fortführung ihrer Kandidatur habe sie sich dennoch nicht leicht gemacht.

Die OB-Kandidatin der Linken, Susanne Schaper, wird im zweiten Wahlgang erneut antreten. Wie die 42-Jährige am Donnerstag bekannt gab, wird sie ihre Kandidatur aufrecht erhalten. Der Stadtverband der Grünen hatte am Dienstag beschlossen, Schaper im zweiten Wahlgang zu unterstützen. Deren Kandidat, Volkmar Zschocke, hatte im Anschluss seinen Rückzug aus dem OB-Wahlkampf angekündigt. Danach war für die Öffentlichkeit lange unklar geblieben, ob Schaper überhaupt noch einmal antritt. Wie sie am Donnerstag sagte, freue sie sich über die Unterstützung der Grünen, fügte aber hinzu, dass man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe.

Es habe auch mehrfach Gespräche mit dem SPD-Kandidaten Sven Schulze gegeben. "Die Gespräche waren fair und konstruktiv, aber die Schnittmengen haben nicht gereicht", so Schaper wörtlich. An welchen Detailfragen die Gespräche letztlich gescheitert sind, sagte sie mit Verweis auf die vereinbarte Verschwiegenheit nicht. Schaper hatte im ersten Wahlgang 15,1 Prozent der Stimmen erreicht, Zschocke kam auf 7,1 Prozent. SPD-Mann Schulze hatte im ersten Wahlgang mit 23,1 Prozent der Stimmen knapp vor CDU-Kandidatin Almut Patt gelegen, die auf 21,4 Prozent kam.

Auch auf Twitter verkündete die Kandidatin am Donnerstag, dass sie weiterhin im Rennen um den OB-Posten bleiben wird. (su)

55 Kommentare
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  • 25
    9
    christophdoerffel
    24.09.2020

    Sehr gut, dann gibt es eine echte Alternative zu Herrn Schulze. (Frau Patt ist für mich unwählbar).

  • 7
    20
    franzudo2013
    24.09.2020

    Das ist ja ein Blick in den Abgrund. Eine linke Oberbürgermeisterin. Bald wieder Karl-Marx-Stadt?
    Das wird ein Motivierungsschub für die fleißigen, Steuern zahlenden, ehrlichen Chemnitzer Bürger, wählen zu gehen und bürgerlich zu wählen.

  • 36
    5
    remarcel
    24.09.2020

    Eine gute Entscheidung. Demokratie heißt auch immer eine (Aus-)Wahl zu haben.

  • 32
    10
    BunteRepublikTäuschland
    24.09.2020

    Da muss ich wirklich meinen Hut ziehen und sagen: Respekt, Frau Schaper!

  • 29
    17
    lax123
    24.09.2020

    Schade dass keine "Detailfragen" öffentlich werden. Genau das würde doch die Wahl erleichtern. Auch schade, dass es nicht sowas wie einen Wahl-o-mat gibt.
    Warum sind die Gespräche mit Hr. Schulze gescheitert, woran lags?
    Ich finde man sollte der jungen Dame eine Chance geben.