Pegida will an Chemnitzer Ostermarsch teilnehmen

Wirbel um den für Karfreitag geplanten Ostermarsch in Chemnitz: Neben Friedensinitiativen und linken Gruppen ruft auch der Chemnitzer Ableger des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses seine Anhänger zur Teilnahme auf. Man unterstütze das traditionelle Motto "Frieden schaffen ohne Waffen", heißt es auf der Facebook-Seite von "Pegida Chemnitz und Westsachsen".


Die Organisatoren des Ostermarsches richten sich offenbar auch auf Störungen ein. "Wir werden als Versammlungsleitung jeden von der Teilnahme ausschließen, der sich entgegen unserer Anliegen äußert, egal ob mündlich oder auf Plakaten", kündigte Mitorganisator Hubert Gintschel an. Der Ostermarsch steht in diesem Jahr unter dem Motto "Abrüsten statt aufrüsten!" und wendet sich insbesondere gegen eine geplante Erhöhung der Militärausgaben. Für Pegida steht nach eigener Darstellung vor allem der Konflikt mit Russland im Fokus.

Ein Sprecher der Polizei sagte, die vor Ort eingesetzten Beamten hätten die besondere Konstellation im Blick. "Sie werden das im Rahmen des Einsatzes berücksichtigen", äußerte er.

Der Ostermarsch wird in diesem Jahr zum 29. Mal in Chemnitz veranstaltet. Nach einer Auftaktkundgebung um 10 Uhr am Rathaus ist ein Rundkurs um die Innenstadt geplant. Zwischenkundgebungen sind am Friedensplatz, im Innenhof der Technischen Universität und auf dem Schloßberg vorgesehen, die Abschlusskundgebung soll am Karl-Marx-Monument stattfinden. Im vergangenen Jahr hatten sich am Ostermarsch rund 250 Menschen beteiligt.

Der Anfang 2015 unter dem Namen "Cegida" gegründete Chemnitzer Pegida-Ableger hatte einst auch in Chemnitz regelmäßig sogenannte "Abendspaziergänge" mit jeweils mehreren Hundert Teilnehmern organisiert. Die Demonstrationen wandten sich insbesondere gegen die Asylpolitik der Bundesregierung. Zuletzt erschienen zu den Kundgebungen nur noch wenige Dutzend Menschen, trotz teils prominenter Redner aus der asyl- und islamfeindlichen Szene. (micm)

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14Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    2
    Hinterfragt
    31.03.2018

    @SimpleMan;"...Wenn mir gesagt wird, wir wollen dich nicht, dann gehe ich nicht trotzdem hin. Das hat etwas mit Respekt, Anstand und Höflichkeit zu tun..."

    Der war gut!
    Mir fallen da spontan die linken Störer der AfD-Parteitage ein ...

    Neuzeitlich nennt man das Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Nazi, Rechter, (O-Ton Gabriel) Pack, ...

  • 2
    7
    Blackadder
    30.03.2018

    @ 1953: Ja. Natürlich ist das eine Art der Ausgrenzung und meiner Meinung nach auch zu Recht. Pegida und auch die AfD haben sich in den letzten Jahren so radikalisiert und sind so weit nach rechts gerückt, dass viele Demokraten keinen Dialog mehr wollen. Wozu auch? Um sich als linksversifft beschimpfen zu lassen oder als systemhörig? Was soll das bringen?

  • 4
    3
    1953866
    30.03.2018

    @SimpleMan, "Wenn mir gesagt wird, wir wollen dich nicht... " Alles klar, dann hat das überhaupt nichts mit Ausgrenzung zu tun, natürlich nicht!
    Da wird immer schön von breiten Bündnis gesprochen, aber die Schmuddelkinder, obwohl es hier Schnittmengen gib, die will man dann nicht. Aber dann auch nicht wundern, wenn am Ende ein kleines Häufchen von 200 Leuten übrig bleibt.

  • 1
    6
    SimpleMan
    30.03.2018

    @195... Es geht nicht um Ausgrenzung, sondern um akzeptieren der Anderen. Wenn mir gesagt wird, wir wollen dich nicht, dann gehe ich nicht trotzdem hin. Das hat etwas mit Respekt, Anstand und Höflichkeit zu tun.

  • 6
    3
    1953866
    30.03.2018

    @SimpleMan, die Demo ist vorbei und aus 300 Menschen waren es am Ende, nachdem eine Friedensaktivistin aufrief, "nicht mit diesen Leuten [PEGIDA)] zu laufen", "deutlich weniger Teilnehmern als zu Beginn am Rathaus." Die Frage ist, wer hat provoziert und wem hat es genutzt. Wer übrigens 2018 immer noch der Meinung ist PEGIDA-Anhänger wären ausschließlich Rassisten und Fremdenfeinde und irgendwie gegen Frieden und für Krieg, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.
    https://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Aufruf-beim-Ostermarsch-Konfrontation-mit-Russland-beenden-artikel10170862.php

    https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Rund-200-Menschen-bei-Chemnitzer-Ostermarsch-gegen-Krieg-artikel10170864.php
    Und während bei Flüchtlingen integrieren, in dem Vordergrund steht, ist bei Linken Ausgrenzung Methode, wenn es um Andersdenkende geht.
    Übrigens Blackadder, "Von einer öffentlichen Kundgebung dürfe aber niemand ausgegrenzt werden, bestätigte auch der Polizei-Einsatzleiter vor Ort." (Erster Link)
    Soviel zu Ihren Demokratieverständnis.

  • 2
    6
    SimpleMan
    30.03.2018

    @ArndtBremen Weil ich nicht Ihrer Meinung bin, soll ich auswandern. Das ist aber nicht demokratisch! Sie müssen einfach lernen mit anderen Meinungen zu leben. Zum Thema: Es ist absolut nicht üblich, an einer Demonstration teilzunehmen, wo man nicht erwünscht ist. Das schürt Aggressionen und provoziert. So ist es nun Mal. Deswegen war der Zweck dieser Teilnahme, einfach nur zu provozieren und das ist erbärmlich. Wie gesagt, man hätte eine eigene Demo veranstalten können.

  • 5
    1
    Hinterfragt
    30.03.2018

    "Erklären Sie es mir doch!"
    Ihnen zu erklären bringt nur rote Daumen ...

  • 2
    6
    Blackadder
    30.03.2018

    @ ArndtBremen : Erklären Sie es mir doch!

  • 11
    4
    ArndtBremen
    30.03.2018

    @Black...: Was Sie so alles in einen Kommentar hineininterpredieren ist schon erstaunlich. Lesen und verstehen gehört nicht zu Ihren Stärken, oder?

  • 3
    12
    Blackadder
    30.03.2018

    @ ArndtBremen : Die ursprünglichen Anmelder der Demo können sehr wohl bestimmer, wer an IHRER Demo teilnimmt und wer nicht. Und wenn diese die paar Pegida Leute nicht dabei haben wollen, können Sie sich eine eigene Demo anmelden. All das ist Demokratie, nicht Nordkorea.

  • 11
    4
    ArndtBremen
    30.03.2018

    @SimpleMan: Erbärmlich ist, wer Demokratie nicht ertragen kann. Sie sollten nach Nordkorea auswandern.

  • 6
    14
    SimpleMan
    29.03.2018

    man will sich wohl mal wieder ins Gespräch bringen, so eine erbärmliche Truppe. Warum haben sie denn keine eigene Demo angemeldet, dann hätten sie in zwei zwölfer Gruppen marschieren können.

  • 13
    7
    werbeidee
    29.03.2018

    Absolut richtig so. Dürfen denn nur Linke sich für Frieden einsetzen?

    Wenn ein Ziel einer Kundgebung alle politischen Richtungen anspricht, dann sollen auch alle politischen Richtungen GEMEINSAM für dieses Ziel demonstrieren. Das ist gelebte Demokratie.
    Wir müssen aufhören uns von Politik und Medien spalten zu lassen. Das Gemeinsame ist entscheidend, nicht das was gegensätzlich ist.

    Das wichtigste an diesem Tag ist, dass es friedlich bleibt auf einer Kundgebung für Frieden!

    @1212178: Das hat nichts mit stänkern zu tun.

  • 9
    6
    1212178
    29.03.2018

    Gehts nicht wenigstens Karfreitag mal ohne Stänkern?



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