Fahnen und Fan-Deko mit Maß: Kleine Fähnchen und Spiegelsocken sind erlaubt, solange sie die Sicht nicht einschränken oder sich bei schneller Fahrt lösen können.
Fahnen und Fan-Deko mit Maß: Kleine Fähnchen und Spiegelsocken sind erlaubt, solange sie die Sicht nicht einschränken oder sich bei schneller Fahrt lösen können. Bild: picture alliance / dpa
Mobilität
5 Tipps: So bleibt der Fußballjubel auf den Straßen sicher

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Wer kennt das nicht? Die Mannschaft siegt, das Spiel ist aus, weiter geht es auf der Straße. Deutschland-Deko, Autokorso und Gehupe - was ist in Ordnung und was lässt man lieber sein?

München/Köln/Erfurt.

Während oder nach einem guten Spiel ist für etliche Fußballfans Feiern auf den Straßen angesagt. Der Freude Ausdruck geben - das dürfen auch Autofahrer und Autofahrerinnen. Es gibt allerdings Grenzen.

An diese Grenzen sollten sich Auto fahrende Fans im Sinne der Sicherheit halten. Die Experten von ADAC, Automobil-Club Verkehr (ACV) und TÜV Thüringen raten Fußballfans, diese fünf Punkte im Blick zu behalten. Auch wenn es im Siegestaumel vielleicht schwerfällt:

Regeln gelten auch beim Autokorso

Selbst wenn es kein extra Autokorso-Verbot gibt, verstößt so eine Aktion doch gegen ein ganzes Bündel an Paragrafen der Straßenverkehrsordnung. So sind beispielsweise unnötiger Lärm, vermeidbare Abgase und unnützes Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften ein Grund für saftige Strafen.

Zwar werden Autokorsos mit Gehupe während großer Fußballereignisse meist geduldet - einen Anspruch darauf hat man jedoch nicht. Und auch dann gelten die allgemeinen Verkehrsregeln: Wer in einem Autokorso mitfährt, muss an roten Ampeln halten, die Vorfahrt beachten oder Kreuzungen freihalten. Rettungsfahrzeuge dürfen nicht behindert werden, eine Rettungsgasse muss möglich sein.

Insassen müssen sicher sein

Im Jubel-Auto müssen alle Insassen auf einem regulären Platz sitzen und angeschnallt sein. Nur bei Schrittgeschwindigkeit gibt es im Grunde keine Anschnallpflicht. Ganz klar tabu ist:

  • sich aus dem Fenster oder Schiebedach zu lehnen
  • auf der Motorhaube eines fahrenden Fahrzeugs zu posieren

Für Fahrer oder Fahrerin gilt außerdem: Hände weg vom Smartphone und jeglichen anderen elektronischen Geräten, selbst bei Schrittgeschwindigkeit. Laut TÜV Thüringen drohen für das Fotografieren oder Posten während der Fahrt 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Fan-Deko in gutem Umfang

Kleine Fähnchen an den Seitenscheiben, Aufkleber, Spiegelsocken - alles kein Problem, wenn das Sichtfeld nicht eingeschränkt und die Sicherheit nicht gefährdet ist. So darf ein Spiegelüberzieher keine in den Außenspiegel integrierten Blinkleuchten überdecken, das Autokennzeichen muss sichtbar bleiben und die Deko darf keine losen oder abstehende Teile haben.

Damit sich etwa Fähnchen bei schnellerer Fahrt nicht lösen, rät der ADAC, diese vor Überland- oder Autobahnfahrten abzunehmen. Was klar verboten ist: große Fahnen an langen Stangen oder andere Gegenstände während der Fahrt aus dem Fenster zu halten oder Pyrotechnik zu zünden.

Kein Livestream bei der Fahrt

Läuft das Spiel noch während der Fahrt, mag es verlockend sein, die WM zu streamen. Aber Hören ist sicherer als Sehen: Schon ein Kurzer Blick auf's Display reichen laut ACV bei Tempo 50 schon aus, um 25 Meter im Blindflug zurückzulegen.

Immer tabu: zu viel Alkohol

Egal, ob der Sieg begossen werden muss: Im Zusammenhang mit dem Autofahren hat Alkohol im Idealfall nichts verloren. Auf jeden Fall gelten auch während der WM die üblichen Promillegrenzen. Die liegt für Autofahrende bei 0,5 Promille. Kommen aber etwa Fahrfehler dazu, kann schon ab 0,3 Promille eine Straftat vorliegen. Fahranfänger in der Probezeit haben zudem ein absolutes Alkoholverbot. (dpa)

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