Rätsel um schwer verletzte Frau im Wald

Ein wichtiger Zeuge hat sich am Donnerstagnachmittag bei der Polizei gemeldet.

Eine schwer verletzte Frau, ein brennendes Auto und ein unbekannter Ersthelfer haben die Chemnitzer Polizei vor Rätsel gestellt. Der Wagen, ein Pkw Ford, hatte am Mittwoch gegen 15.35 Uhr auf einem Waldweg nahe der Südstraße in Neukirchen gebrannt. Zwei Männer (24 und 43) waren auf die Rauchsäule aufmerksam geworden und eilten zur vermuteten Brandstelle, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Auf dem Waldweg stießen sie auf den in Flammen stehenden Ford und die schwer verletzte Frau. Sie lag hinter dem Auto und wurde gerade von einem Fahrradfahrer versorgt. Er habe den Männern gesagt, dass er die Frau kurz zuvor aus dem brennenden Pkw gezogen habe, so die Polizei.

Mit vereinten Kräften brachten die Männer die Schwerverletzte aus dem Gefahrenbereich und kümmerten sich um sie. Wenig später trafen Rettungskräfte und Feuerwehren am Unglücksort ein. Die Freiwillige Feuerwehr Neukirchen, laut Wehrleiter Uwe Grünzig als erste vor Ort, löschte das Auto. "Es ist nur noch ein Blechgerippe übrig geblieben", so Grünzig. Es habe sich um einen Wagen mit Chemnitzer Kennzeichen gehandelt, sagte der Wehrleiter. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute aus Neukirchen, Adorf, Jahnsdorf und Stollberg mit sieben Wagen im Einsatz. Dass relativ viele Wehren alarmiert wurden, habe mit der großen Gefahr von Waldbränden zu tun, erklärte Grünzig.


Die Frau wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Während des Einsatzes verschwand der Fahrradfahrer unbemerkt. Die Polizei suchte am Donnerstagvormittag mit einem Zeugenaufruf nach ihm. Nach wenigen Stunden teilte eine Sprecherin mit, dass sich der Mann gemeldet habe. Die Polizei vermutet hinter dem Autobrand weder eine Straftat noch einen technischen Defekt. Es stehe der Verdacht auf Suizid im Raum, so eine Sprecherin. "Das ist die wahrscheinlichste Erklärung." (fp)

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