Soldaten helfen im Chemnitzer Gesundheitsamt

Ab kommender Woche wird das Chemnitzer Gesundheitsamt von der Bundeswehr unterstützt, wie die Stadt auf Anfrage bestätigt. Sechs Soldaten helfen bei der Kontakt-Nachverfolgung von mit dem Coronavirus infizierten Personen. Die Stadt habe das Hilfeangebot der Bundeswehr gern angenommen, so der Stadtsprecher. Die Soldaten werden auch im Gesundheitsamt sitzen. Insgesamt neun städtische Kommunen greifen derzeit auf die Unterstützung zurück. In Chemnitz ist die Anzahl der Infizierten am Donnerstag um 21 auf 592 gestiegen. Im Krankenhaus lagen 32 Personen, davon drei auf der Intensivstation. Die Sieben-Tages-Inzidenz neu aufgetretener Erkrankungen pro 100.000 Einwohner liegt in Chemnitz damit jetzt bei 57. Das Gesundheitsamt hat für Kontaktpersonen Quarantänebescheide ausgestellt und weitere Testungen und Nachverfolgungen veranlasst, so der Sprecher. (dy)

11 Kommentare

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  • 5
    2
    defr0ke
    23.10.2020

    Es werden aber mittlerweile auch Zweifel laut, ob die Nachverfolung bei so einer hohen Zahl von (Neu-)Infizierten überhaupt noch möglich ist. Die Gesundheitsämter sollten ihre Energie und Manpower eher in die Koordinierung von Testungen, Organisation von hausärztlichen Diensten, Vorkehrungen zum Schutz der Risikopersonen treffen und Firmen und Pflegeheime bei Fragen und Unklarheiten unterstützen.

    Und natürlich auf die Einhaltung der Quarantäne von Infizierten achten. Und nicht Nichtinfizierte Kontaktpersonen ausfindig machen. Die Nachverfolung ist grandios gescheitert, wenn man die täglichen Neuinfektionen sich anschaut.

    Weil usprünglich hieß es ja, dass durch Kontaktverfolgung die Ausbreitung verhindert werden soll.