Ausgesetzte Fische verunreinigen Talsperre Stollberg

Stollberg. Nachdem in der Trinkwassertalsperre Stollberg mehrere hundert tote Fische gefunden worden waren, steht nun deren Todesursache fest. Die Polizei ermittelt wegen Gewässerverunreinigung in Tateinheit mit einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Es werden Zeugen gesucht.

Von Ende Februar 2019 bis Mitte März 2019 waren in der Talsperre rund 300 tote Fische entdeckt worden. Bei den Fischen handelte es sich hauptsächlich um 20 bis 30 Zentimeter große Giebel. Ermittlungen ergaben, dass die Tiere nicht an die Wasserbeschaffenheit in der Talsperre angepasst waren. Sie verendeten in Folge des natürlicherweise geringen pH-Wertes. "Sicher ausgeschlossen wurde, dass die Fische infolge der Einleitung von giftigen Substanzen in die Talsperre gestorben sind", teilt die Polizei mit. Die Ermittlungen ergaben zudem, dass die Tiere illegal zwischen Dezember 2018 und Mitte Februar 2019 in die Talsperre eingebracht wurden.


Dem Freistaat Sachsen entstanden durch die Verunreinigung des Wassers und der entsprechenden Regulierung 6000 Euro Schaden.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise unter Telefon 037296 90-0. (fp)

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