Burkhardtsdorfs Ortschef: Kein Verteilungskampf um Parkflächen

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Das Burkhardtsdorfer Rathaus plant neue Stellplätze im Zentrum. Die Parksituation im Ort soll neu und nachhaltig geordnet werden. Ein Bereich blieb bei der Diskussion bislang außen vor.

Burkhardtsdorf.

Die Eurofoam-Arena hat etwa 110 Parkflächen. Das ist viel Platz. Und dennoch: Beim jüngst von Bürgermeister Jörg Spiller vorgelegten Parkplatzkonzept scheint dieses Angebot keine Rolle zu spielen. Bekanntlich will der Rathauschef lieber den Garagenhof Alte Poststraße abreißen, dort etwa 35 nicht öffentliche Parkflächen schaffen - vor allem für das Schulpersonal im Ort. "Seitdem Lehrer verbeamtet werden in Sachsen, haben es freie Schulen wie unsere Evangelische Oberschule schwerer, Personal zu finden. Da wollen wir Burkhardtsdorf mit eigenen Parkmöglichkeiten attraktiver machen", äußerte sich Spiller in der Ausgabe der "Freien Presse" vom 18. Februar.

Leser kritisieren nun im Kern: Wieso spielen die vielen Parkmöglichkeiten an der Eurofoam-Arena keine Rolle? Dort sei genug Platz und die Weglänge zu den Schulen sei für Parker kaum anders als die vom Garagenhof.

Spiller argumentiert, dass die genannten Stellflächen vom Grundsatz für die Besucher der Eurofoam- Arena im Zuge des Genehmigungsverfahrens 2004 geschaffen worden seien. Bereits genutzt würden täglich zwischen 20 bis 30 Parkflächen durch Mitarbeiter der Gemeinde und der Kita Mühlbergzwerge sowie Anlieger. Würden jetzt die Lehrerschaft der Evangelischen Oberschule und der Grundschule sowie Mitarbeitenden auf die Flächen verwiesen werden, "wäre ein Großteil der Stellplätze dauerhaft belegt". Dies würde demnach bedeuten, so Spiller, dass bei jeder kleineren Veranstaltung ab 50 Teilnehmern, die nach Corona sicherlich wieder öfters stattfinden, "diese Fahrzeuge wiederum von der Fläche verbracht werden müssten und dann wieder wild geparkt wird".

Das Ziel seiner Planung sei dagegen ein anderes: das Parkraumangebot nachhaltig und planbar zu sortieren. "Es sollte eben kein Verteilungskampf um Parkflächen aufkommen." Durch die momentane Situation gebe es bereits vermehrt Beschwerden von Anliegern, deren Straßen rings um die Orts- mitte bereits regelmäßig zugeparkt seien.

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