Jahnsdorf: Ford landet im Gleisbett

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Nach einem Unfall in Jahnsdorf wird ein 22-Jähriger ins Krankenhaus gebracht. Fahrgäste der Citybahn müssen Geduld aufbringen.

Jahnsdorf.

Ein Ford mit drei Insassen ist am Sonntagmorgen in Jahnsdorf im Gleisbett der Citybahn gelandet. Das Auto war gegen 6.30 Uhr in einer Kurve von der Chemnitzer Straße abgekommen, am Bahnübergang gegen ein Geländer gefahren und schließlich auf dem Gleis stehen geblieben. Zuvor soll der Ford im Kreisverkehr ohne eingeschaltetes Licht mehrere Runden gefahren sein, so die Polizei. Als die informierte Polizei vor Ort eintraf, stellten sie drei Männer (22, 23, 26) am Ford fest. Wer von ihnen den Ford gefahren hat, müssten die weiteren Ermittlungen ergeben, erklärte die Polizei am Montag. Bei dem Unfall wurde ein 22-Jähriger, der offenbar aus dem Fahrzeug geschleudert wurde, schwer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. 

Der 23-Jährige und der 26-Jährige blieben unverletzt. Die Ermittler gehen von einem Fahrfehler infolge von Alkohol- und Drogenkonsum aus. Alle drei Insassen standen zum Unfallzeitpunkt unter Alkoholeinfluss bzw. unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die durchgeführten Atemalkohol- und Drogenvortests ergaben bei dem 26-Jährigen einen Wert von 1,22 Promille und bei dem 23-Jährigen von 0,6 Promille. Zudem reagierte der Drogenvortest bei dem 23-Jährigen positiv auf Amphetamine. Bei dem 22-Jährigen, der bei dem Unfall schwer verletzt wurde, reagierte der Drogenvortest positiv auf Amphetamine und Cannabis, ein Atemalkoholtest war nicht möglich. Für die drei Männer folgte jeweils eine Blutentnahme.

Im Rahmen erster Ermittlungen wurde bekannt, dass die drei den Ford ohne das Wissen des Halters (28) nutzten und sie diesem die Fahrzeugschlüssel entwendet hatten. Die Polizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr, des Diebstahls, des unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs, der Gefährdung des Straßenverkehrs sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Zudem wurde gegen die drei jeweils eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung gefertigt. Sie kamen aus unterschiedlichen Haushalten und konnten keine triftigen Gründe zum Verlassen der Unterkunft aufweisen

Bei dem Unfall entstand Sachschaden am Pkw sowie einem Geländer in Höhe von insgesamt etwa 1 500 Euro. Da das Fahrzeug die eingleisige Strecke der Chemnitzbahn zwischen Chemnitz und Stollberg (C11) blockierte, war der Zugverkehr mehrere Stunden lang unterbrochen. Es kam zu Verspätungen. Mehrere Züge mussten ganz ausfallen, wie die Citybahn als Betreiber informierte. Nach der Bergung des Autos am späten Vormittag konnten die Züge wieder normal rollen, da die Gleisanlagen bei dem Unfall nicht beschädigt wurde.

Neben Bundespolizei, Landespolizei, einem Notarzt und dem diensthabenden Kreisbrandmeister waren auch Feuerwehrleute aus Jahnsdorf, Leukersdorf und Pfaffenhain vor Ort. Sie sicherten die Unfallstelle ab und übergaben den Verletzten dem Rettungsdienst. (jop/sane/mär/em)

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