Leichenteile im Erzgebirge gehören zu vermisstem 48-Jährigen

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Die Polizei hat einen Tatverdächtigen ermittelt, der Mann wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Gornau/Weißbach/Chemnitz.

Nach dem Fund von Leichenteilen an der B 174 bei Gornau und nahe der S 232 bei Weißbach kennt die Polizei nun die Identität des Mannes, der allem Anschein nach Opfer eines Verbrechens geworden ist. Nach aufwendiger gerichtsmedizinischer Untersuchung stehe "ohne Zweifel" fest: Es handelt sich um jenen türkischen Mann aus Chemnitz, nach dem seit dem 11. August 2021 gefahndet wurde, weil Verwandte ihn als vermisst gemeldet hatten. Letztmals gesehen worden war der 48-Jährige am 29. Juli in einem Lokal an der Hainstraße auf dem Chemnitzer Sonnenberg. Am Folgetag erschien er nicht mehr an seiner Arbeitsstelle in einem Chemnitzer Imbissstand. Bei einer laut Zeugen angeblich geplanten Reise in die Türkei war der Mann nach Recherchen der Polizei ebenfalls nicht am Zielort angekommen. Seither lief die öffentliche Vermisstenfahndung.

Wie man jetzt weiß, waren es Teile der Leiche dieses Mannes, die dann Ende August zunächst an einer Böschung zwischen einem Feld und der B 174 bei Gornau und Tage später sechs Kilometer entfernt an einem Waldweg nahe einem Parkplatz an der S 232 auftauchten. Weitere Teile entdeckte ein Landarbeiter dann an einem im erzgebirgischen Lengefeld abgestellten Mähdrescher, der auf dem zuvor genannten Feld im Einsatz gewesen war.

Im Ergebnis ihrer bisherigen Ermittlungen gehen Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Chemnitz davon aus, dass der Mann zu noch nicht genau bekannten Zeitpunkt Ende Juli von einem Landsmann getötet wurde. Die Tat sei in einer Chemnitzer Wohnung geschehen. Anschließend habe der ebenfalls 48-jährige Verdächtige den Leichnam des Opfers wohl zerteilt und die Teile der Leiche an ihren späteren Fundorten im Erzgebirgskreis abgelegt.

Gegen den Verdächtigen, der sich seither auf der Flucht befindet, laufen Ermittlungen wegen Totschlags. Nach ihm wird mit internationalem Haftbefehl gefahndet. Zum Motiv für die Tat sowie zu Details des Hergangs machte man bisher mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe keine weiteren Angaben.

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