Ortsdurchfahrt Krumhermersdorf offiziell saniert

Acht-Millionen-Euro-Projekt nahm reichlich zehn Jahre in Anspruch

Krumhermersdorf.

Gut zehn Jahre nach Beginn des Projekts ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt Krumhermersdorf am Samstag feierlich abgeschlossen worden. Hunderte Anwohner, Besucher sowie prominente Gäste feierten die Einweihung der Kreisstraße, die in fünf Bauabschnitten auf Vordermann gebracht worden war. Landrat Frank Vogel, der am oberen Ende des Dorfes zusammen mit Ortsvorsteher Jörg Reichel und Zschopaus Oberbürgermeister Arne Sigmund symbolisch das Festband zerschnitt, bezeichnete die "hervorragend ausgebauten 4,2 Kilometer" als Lohn für das Durchhaltevermögen der Bürger. Diese hatten im Laufe der Zeit mit zahlreichen Einschränkungen leben müssen, nahmen diese aber gern in Kauf, wie viele betonten. Schließlich hatten viele von ihnen bereits im Jahr 2006 öffentlich protestiert, um auf die schlechten Straßenverhältnisse im Ort aufmerksam zu machen. Aber erst nach einer weiteren Demonstration 2009 kam das insgesamt knapp acht Millionen Euro teure Projekt - der Großteil wurde über verschiedene Förderprogramm finanziert - wirklich ins Rollen. "Wir haben unserem Ärger Luft verschafft", erinnert sich der damalige Ortsvorsteher Jörg Tausch, der nun bei der Einweihung von einem "Tag der Freude" sprach. Freude war den Krumhermersdorfern tatsächlich anzumerken, denn viele pilgerten danach durchs Dorf und stärkten sich an verschiedenen Stationen, die örtliche Vereine und Geschäfte aufgebaut hatten. Als eins der ersten Fahrzeuge rollte der Erzgebirgsexpress, auch bekannt als Tschu-Tschu-Bahn, über den neuen Straßenbelag. Wie die Autos musste er sich aber zunächst durch wahre Menschenmengen kämpfen. (anr)
 

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