Wie weiter mit dem Louis-Riedel-Weg?

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Ein Gutachten belegt nun, dass durch die Straße in Gelenau wenig Verkehr rollt. Ein Ausbau ist auch aus anderen Gründen kaum machbar.

Gelenau.

Wer in Gelenau abseits der Straße der Einheit mit dem Auto unterwegs ist, merkt schnell, dass es aufgrund der Hanglage des Ortes zahlreiche Engstellen gibt. Das trifft auch auf den Louis-Riedel-Weg zu, der deshalb schon mehrfach Gesprächsthema im Gemeinderat war. Doch wie viele Fahrzeuge nutzen die Straße tatsächlich? Ist eine Verbreiterung der Fahrbahn möglich? Die erste Frage beantwortet nun ein Gutachten, das ein Ingenieurbüro im Auftrag der Gemeinde erstellt hat. Dieses bescheinigt der Straße lediglich ein geringes Fahrzeugaufkommen, was einige Gemeinderäte sehr überraschte.

Das Gutachten wurde unter anderem deshalb angefordert, weil zwischen dem Louis-Riedel-Weg und der Straße der Einheit ein neues Wohngebiet entstehen soll. Um die enge Straße zu entlasten, forderte Gemeinderat Rainer Scherzer (Wählervereinigung Gelenau) jüngst, eine Querverbindung zwischen den beiden Straßen zu errichten. Das neue Gutachten liefert nun ein Argument gegen den Ausbau des Louis-Riedel-Weges. Gelenaus Bürgermeister Knut Schreiter (CDU) bestätigt zwar, dass die Straße eng sei, warnte aber davor, verschiedene Sachverhalte durcheinanderzubringen. "Das neue Wohngebiet wird von der Straße der Einheit aus erreicht." Zudem habe die Kommune wenig Handlungsspielraum bei dem Ausbau des Louis-Riedel-Weges. Warum das so ist, erklärt Bauamtsleiter Christian Deutscher: "Die Grundstücke, die direkt an die Straße grenzen, gehören nicht der Gemeinde, sondern Privatpersonen. Wenn die nicht verkaufen, können wir nicht tätig werden."

Es gebe noch weitere Schwierigkeiten: "Oftmals müssen wir Böschungen dort mit Stützmauern absichern. Das ist teuer und aufwendig." Sobald sich eine Gelegenheit für einen Ausbau ergebe, werde die Gemeinde aber tätig. "In der Vergangenheit haben wir an einigen Stellen schon die Straße erweitert", berichtet der Bauamtsleiter. Eines stellt er jedoch klar: "Die Maßnahmen müssen verhältnismäßig sein. Wir haben uns noch um andere Straßen zu kümmern."

Unterdessen ist das mehrstufige Beschlussverfahren zum Bebauungsplan so gut wie abgeschlossen. Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange wurden vorgetragen, und der Gemeinderat kann in einer der kommenden Sitzungen die Satzung beschließen. Die Wohnhäuser sollen dort entstehen, wo einst die Strumpffabrik stand.

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