Preisträgerin Barbi Markovic.
Preisträgerin Barbi Markovic. Bild: Imago
Kultur
Barbi Markovic erhält Preis der Leipziger Buchmesse

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Auszeichnung für ihr Buch "Minihorror"

Literatur.

Mit einem experimentellen Horror-Comic-Roman hat Barbi Markovic den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik gewonnen. Die 1980 in Belgrad geborene Autorin wurde für ihr Buch "Minihorror" ausgezeichnet. "Barbi Markovic erzählt darin hinreißend komisch und bitterernst von unserer Gegenwart, der Mensch im Spätkapitalismus wird dabei notgedrungen zur Witzfigur", sagte Jury-Mitglied Shirin Sojitrawalla am Donnerstag bei der Verleihung des mit 15.000 Euro dotierten Preises. In ihrem Buch beschreibt Markovic in Anlehnung an den beliebten Micky-Maus-Comic den Alltag der Protagonisten Mini und Miki - der vor allem durch zahlreiche Horrorszenarien geprägt ist. Auch in ihrer Dankesrede, die sie - wie sie sagt - kurz vorher in der Kantine vorbereitet hat, erzählt die Autorin eine Horrorgeschichte, in der sich Mini verschluckt und auf der Bühne stirbt. Die Belletristik-Preisträgerin hat Germanistik studiert und lebt seit 2006 in Wien. Ihr Buch ist im Residenz Verlag erschienen. Es geht um die albtraumhaften Erlebnisse von Mini und Miki, im Urlaub, auf Familienbesuch und auch, so scheint es, überall sonst. Groteske Formulierungen lassen den Lesenden immer wieder stolpern. So wird etwa an einer Stelle die Fratze einer familienfressenden Cousine auf gruselig detaillierte Weise beschrieben, dann kommt eine sprachliche Unterbrechung, dann eine unerwartete, witzige Bemerkung. Horror des Alltags, Kapitalismuskritik und Witz stehen nebeneinander. (dpa)

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