Kultur
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Eigentlich ist der Engel ja ein Bote Gottes. Und ursprünglich war er ein Mann, wie Gabriel und Michael beweisen. Doch schon im Mittelalter verwandelt er sich in eine beflügelte Jungfrau, dann in ein Kind. Geschnitzte Engel als Lichtträger ziehen im 15. Jahrhundert in Kirchen ein. Im Erzgebirge werden sie ab 1830 gedrechselt. Mit keiner anderen Figur wird seither so viel experimentiert.
Behutsam öffnet Konrad Auerbach zwei Schränke im Depot des Spielzeugmuseums Seiffen. Es sind seine Schatzkisten. Aufgereiht wie Bergparaden stehen hier gedrechselte Engel. Es sind die ältesten Stücke der Museumssammlung, somit auch die kostbarsten. Der aller älteste Engel ist ziemlich ramponiert. Er hat keine Lichtertüllen und keine...
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