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Kommentar
Bald immer zuerst zum Hausarzt? „Quicklebendig“ hat Patienten dazu befragt

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Der Gesundheits-Newsletter der „Freien Presse“ liefert jede Woche einen Überblick über die wichtigsten Gesundheitsthemen in Sachsen. Diesmal in „quicklebendig“: eine Patientenabstimmung zum Primärarztmodell.

Chemnitz.

Erinnern Sie sich noch an die Praxisgebühr? Sie sollte Patienten dazu bewegen, von nicht wirklich nötigen Facharztbesuchen abzusehen und den Hausarzt entscheiden zu lassen. Funktioniert hat das nicht. Ich erinnere mich noch daran, wie Patienten sich beim ersten Arztbesuch im Quartal am Tresen sicherheitshalber alle möglichen Überweisungen ausstellen ließen - oft ohne, dass der Hausarzt dabei mitgesprochen hat.

Jetzt, 13 Jahre später, wird über ein neues Modell mit altem Ziel diskutiert: das Primärarztmodell. Patienten sollen künftig zuerst zum Hausarzt gehen, der einschätzt, ob eine Facharzt-Meinung nötig ist. Ausnahmen sind nur noch für den Besuch beim Augenarzt, beim Gynäkolgen und bei bestimmten chronischen Erkrankungen vorgesehen.

Die Idee dahinter, Patienten klüger zu steuern, ist nachvollziehbar: Denn Fachärzte beklagen, dass ihre knappen Kapazitäten nicht selten wegen Bagatellen blockiert und damit auch die Kosten in die Höhe getrieben werden.

Doch wird das Modell das Grundproblem lösen, dass es trotz steigender Beiträge für die Krankenversicherung immer länger dauert, einen Termin beim Facharzt oder für ein MRT zu bekommen? Und was sagen Patienten dazu? Das wollte die „Freie Presse“ in der wöchentlichen Umfrage in ihrem Gesundheitsnewsletter „quicklebendig“ wissen.

Das klare Ergebnis, das wir Ihnen in unserer aktuellen „quicklebendig“-Ausgabe vorstellen, hat mich überrascht. Es zeigt auch, wie groß der Wunsch ist, dass sich in den Praxen etwas ändert.

Weitere Themen im neuen Gesundheitsnewsletter:

  • Impfmüdigkeit in Sachsen: Sollte es mehr Pflichtimpfungen geben? Ein Interview mit Sachsens Chef-Infektiologe Dr. Thomas Grünewald
  • „Ihre Apotheke hat keinen Vertrag geschlossen“: Krankenkasse verlangt für Spritzen-Nadeln einen absurden Umweg
  • 300.000 Sachsen können nicht richtig lesen und schreiben - Wie kommt das? Und mit welchen Tricks bewältigen sie den Alltag?
  • Schmerzsalben im Test

Neugierig geworden? „Quicklebendig“ erscheint jeden Dienstag, 17 Uhr, kostenfrei per E-Mail.

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