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Kommentar zum Rücktritt von Oliver Bierhoff: Kratzer am Pokal

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Oliver Bierhoff hat seine Konsequenzen gezogen. Nicht ganz freiwillig. Der Erfinder der "Mannschaft" kehrt dem DFB den Rücken. 18 Jahre hat der Schütze des Golden Goals der EM 1996 in verantwortlicher Position beim Verband gearbeitet, der WM-Titel von 2014 war auch seine Krönung. Der glänzende Pokal hat vieles übertüncht: Versäumnisse in der Nachwuchsarbeit, Disharmonien mit DFL wie Amateuren. Marketing und Imagepflege verdrängten Geist und Zusammenhalt. Die Nationalmannschaft entfernte sich von ihrer Basis, die Fans wendeten sich ab. Sportlich ging es bergab, die spätestens nach der WM 2018 fällige Trennung von Joachim Löw wurde verpasst.

Nun Katar: Das von ihm zu verantwortende Binden- und Gestendesaster war Bierhoffs peinlicher Schlussakt. Was wird aus Hans-Dieter Flick? Auch der Bundestrainer unterlag in der Wüste am Golf etlichen Fehleinschätzungen, irrte in Auf- wie Einstellung seiner Elf. Wenn es Hansi seinem Freund Oli gleichtut, wäre das nur folgerichtig.

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