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„Quicklebendig“, der Gesundheits-Newsletter der „Freien Presse“, liefert jede Woche einen Überblick über die wichtigsten Gesundheitsthemen in Sachsen. Diesmal geht es um ein polarisierendes Thema.
Ich bin ein Kind der DDR - und insofern war es auch keine Frage, ob meine Mutter mich gegen Pocken, Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Tuberkulose und Masern impfen ließ. In der DDR wurde Impfen staatlich verordnet. Geimpft wurde in Schulen, Ferienlagern, Betrieben. Die Krankheitszahlen sanken rapide. Der Preis dafür: die Volksgesundheit wurde über die individuellen Persönlichkeitsrechte gestellt.
Die Bundesrepublik setzt auf Freiwilligkeit und Selbstbestimmung. Nur gegen Masern müssen Kinder seit 2020 geimpft sein, wenn sie die Kita oder Schule besuchen. Doch nicht erst seit Corona wächst die Impfmüdigkeit. Lange besiegt geglaubte Krankheiten wie Diphtherie und Keuchhusten nehmen auch bei uns im Freistaat wieder zu. Sachsens Chef-Infektiologe Dr. Thomas Grünewald hatte deshalb im „Freie Presse“-Interview angeregt, Kinder wieder in Schulen zu impfen. Wie kommt dieser Vorschlag in der Bevölkerung an? Das wollten wir in der Umfrage der Woche in unserem Gesundheitsnewsletter „quicklebendig“ wissen.
Das Ergebnis ist zwar nicht repräsentativ, überrascht aber in seiner Eindeutigkeit: 92 Prozent der Umfrageteilnehmer sprechen sich für das Impfen an Schulen aus. Die meisten beziehen sich dabei auf ihre Erfahrungen aus der DDR-Zeit. Es sei die einfachste Lösung des Problems, habe funktioniert und nicht geschadet. Alle Kinder hätten durch das Impfen an Schulen den gleichen Schutz, und in der Gemeinschaft falle die Spritze leichter. Viele Eltern, so eine mehrfache Meinung, würden heute zu sorglos mit dem Thema umgehen und zu wenig über die Notwendigkeit von Impfungen wissen.
Und was sagen die Gegner von Schulimpfungen? Das lesen Sie ausführlich in „quicklebendig“. Der Gesundheitsnewsletter der „Freien Presse“ mit vielen regionalen Gesundheitsthemen erscheint wöchentlich kostenfrei als E-Mail im Postfach - wenn Sie angemeldet sind.
Neugierig geworden? „Quicklebendig“ erscheint jeden Dienstag, 17 Uhr, kostenfrei per E-Mail.






