Entführung eines Irakers - Ermittlungen eingestellt

Chemnitz/Flöha.

Nach der vermeintlichen Entführung eines Irakers hat die Staatsanwaltschaft Chemnitz das Ermittlungsverfahren wegen Freiheitsberaubung und schweren Raubes eingestellt, weil kein Täter ermittelt werden konnte. Der 33-Jährige hatte angezeigt, am 22. Oktober 2018 in Flöha von einem Unbekannten unter vorgehaltener Pistole in einen Kleintransporter gezogen worden zu sein, der mit drei Personen besetzt gewesen sei. Nachdem man ihm die Augen verbunden und in ein nahegelegenes Waldstück gebracht habe, sei er geschlagen und gewürgt worden.

Die Täter, die wussten, dass er in einer Fladenbrotbäckerei in Chemnitz arbeite, hätten ihm ein Bild seines Chefs gezeigt und gesagt, er solle ihm ausrichten, dass sie schon etwas an die Bäckerei geschmiert hätten und diese nächstes Mal abbrennen würden. Unter vorgehaltener Waffe sei ihm sein Handy und Bargeld in Höhe von 915 Euro abgenommen worden. Anschließend hätten sich die Täter entfernt.

Der Geschädigte konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft den Tatort nicht genau benennen. An seiner Bekleidung wurden nur seine Spuren sowie die einer weiblichen unbekannten Person gesichert. Eine Frau war jedoch nach der Schilderung des Geschädigten an dem Überfall nicht beteiligt. Letztlich erbrachte auch der Zeugenaufruf der Polizei keine weiteren Hinweise auf die Täter. (fp)

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