Frauentag: Kino für Unbeugsame

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Dokumentarfilm zwischen Nachdenken und Humor

Freiberg.

Zwischen nachdenklich und humorvoll haben rund 80 Besucher auf die Aufführung des Dokumentarfilms "Die Unbeugsamen" am Mittwochabend im Freiberger Kinopolis reagiert. Der Streifen thematisiert, wie sich Politikerinnen in der Bonner Republik im Parlament behaupten mussten. Dabei haben sie sich ihre Beteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen gegen die Männerdomäne erkämpft.

Die Aussage des Streifens, der bei der gemeinsamen Veranstaltung von Landkreis, Stadt und Kinopolis anlässlich des Internationalen Frauentages gezeigt wurde, ist hochaktuell. "Auch heute kämpfen Frauen gegen Ungleichbehandlung, Vorurteile und Sexismus", sagte Annett Schrenk, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. So vertreten im Kreistag 13 Frauen und 85 Männer die Interessen der mittelsächsischen Einwohnerinnen und Einwohner. Auch die Geschicke der Kommunen werden vornehmlich von Männern gelenkt - nur drei Frauen stehen an der Spitze von Städten und Gemeinden im Kreis. "An diesem Ungleichgewicht hat sich seit Jahren nichts geändert", meint Annett Schrenk. Sie sieht in einer gezielten Ansprache von Frauen, aber auch in der Gestaltung der Gremienarbeit und in der Entlastung von Frauen von Familienarbeit Potenzial für eine verbesserte politische Teilhabe von Frauen.

Gemeinsam mit der Freiberger Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten Katrin Pilz forderte sie unter anderem, dass Frauen mitbestimmen, wie sich die Welt und die Gesellschaft im Großen und im Kleinen entwickelt. Vor dem Hintergrund der großen Last, die ukrainische wie auch russische Frauen gerade im Ukraine-Krieg tragen, forderten die Akteurinnen und Landrat Matthias Damm Frieden und Gewaltlosigkeit, Achtung, die Möglichkeit zur freien Entfaltung. "Wir sind oft noch zurückhaltend. Wir sollten aufhören, uns Selbstverständliches zu wünschen", warb Schrenk um Mut, Rechte einzufordern. (grit/bk)

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