Beklebt, gestohlen, niedergebrannt: Kosten für Vandalismusschäden an Straßen gehen in die Tausende

Landkreis Mittelsachsen.

Die 174 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den sechs Straßenmeistereien im Landkreis Mittelsachsen halten 1600 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen in Schuss. Immer öfter haben sie allerdings mit Folgen von Vandalismus zu kämpfen, wie André Kaiser, der Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen, am Mittwoch erklärte. Eine konkrete Statistik gebe es nicht, so die Leiterin der Abteilung Straßen im Landratsamt Ute Friedrich. "Aber wir verspüren eine leicht zunehmende Tendenz", betonte sie.

Friedrich spricht aber von mehreren Tausend Euro pro Jahr. Sie rechnet vor, dass allein in der Meisterei in Döbeln rund 5000 Euro für die Beseitigung von Vandalismusschäden angefallen seien. So war beispielsweise auf der Bundesstraße (B) 169 die Leitplanke beschädigt und an der Kreisstraße (K) 7541 bei Wendishain ein Verkehrsschild samt Pfosten gestohlen worden. Immer wieder komme es beispielsweise vor , dass Kraftfahrer gegen eine Verkehrseinrichtung fahren und Unfallflucht begehen, erläutert Ute Friedrich.


Probleme Vandalismus entlang mittelsächsischer Straßen gäbe es aktuell beispielsweise mit Aufklebern auf Verkehrszeichen, Diebstahl von Schildern sowie umgefahrenen, niedergebrannten oder herausgerissenen Leitpfosten, sagt André Kaiser auf Nachfrage. "Die Fälle nehmen von Jahr zu Jahr zu, vor allem beschmierte beziehungsweise beklebten Schilderreden", heißt es aus der Meisterei Freiberg.

Für ihr Einzugsgebiet zählt der stellvertretende Straßenmeister Peter Müller seine Statistik auf: "Es gab drei gestohlene Ortstafeln, zwei umgeknickte und zwölf beschmierte beziehungsweise beklebte Schilder verschiedenster Art." Die Reinigung sei schwierig und zeitaufwendig. Dies bestätigt der stellvertretende Straßenmeister von Rochlitz, Christian Titze. Vereinzelt seien Verkehrszeichen so beklebt beziehungsweise bemalt, dass eine Reinigung nicht mehr möglich sei. Dann werde es ausgetauscht. "Eine Reinigung erfolgt mit einem speziellen Mittel, um die Verkehrszeichenfolie nicht zu beschädigen. Diese Arbeiten müssen von Hand durchgeführt werden", so Titze. (grit)

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