Bislang 20.000 Euro Spenden für geschlossenen Skilift Holzhau

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Der Betreiber der wegen des Lockdowns geschlossenen Anlage erlebt ein starkes Echo auf seinen öffentlichen Hilferuf. Am vorigen Wochenende hatte es am Lift einen Polizeieinsatz gegeben, weil die Anlage lief.

Holzhau.

Stille am Wochenende am Holzhauer Skilift. Und doch bewegt sich etwas, wie Betreiber Alexander Richter der "Freien Presse" sagt: Über das Internet läuft seit Kurzem eine Spendenaktion, mit der 30.000 Euro gesammelt werden sollen - der Wert für eine der Schneekanonen, die Richter ansonsten verkaufen müsste, um im Lockdown über die Runden zu kommen. "Bislang sind mehr als 20.000 Euro zusammengekommen. Wir sind absolut begeistert, denn das hätten wir so nicht erwartet."

All das reiche zwar nicht, um das Skigebiet zu sichern, doch mache es Hoffnung. Es würden sich bei ihm Menschen melden, die teilweise seit Jahrzehnten an den Hang zum Wintersport kämen. Sie sprechen ihm Mut zu. "Das geht mir unter die Haut", so Richter bewegt. Nur von den Politikern, die an der Situation etwas ändern könnten, hätte noch keiner angerufen. Aus Dresden oder der eigenen Gemeinde müsse schnell Hilfe kommen, sonst werde der Wintersport in Holzhau irreparablen Schaden nehmen und mit ihm der Tourismus, von dem der Ort und die Gemeinde zu nicht geringen Teilen leben.

Alexander Richter macht seit Wochen auf die Schwierigkeiten der Branche infolge der Lockdown-Maßnahmen aufmerksam. Nach einem Polizeieinsatz vom vorigen Wochenende prüft das Landratsamt, ob Richter gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen hat, als er am Sonntag den Skilift in Gang setzte. (wjo)

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.