Gewaltexzess in Brand-Erbisdorf: Haupttäter müssen in Haft

Brand-Erbisdorf.

Zwei Jahre und neun Monate Jugendfreiheitsstrafe für eine 21-Jährige, zwei Jahre und sechs Monate für eine 18-Jährige, so lautet das Strafmaß gegen die beiden Hauptakteure der Gewalttat vom 14. September, die in Brand-Erbisdorf für Entsetzen und Empörung gesorgt hatte. Die zwei Frauen haben sich der gefährlichen Körperverletzung und des Diebstahls schuldig gemacht, die Jüngere außerdem des Betruges. Die Haftbefehle gegen die Verurteilten, die sich seit September des vergangenen Jahres in Untersuchungshaft befanden, wurden aufrecht erhalten.

Mit diesem Urteil blieb die zweite Strafkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Richter Michael Mularczyk unter den Anträgen von Staatsanwältin Jana Brockmeier, die für die beiden Frauen Jugendstrafen von vier beziehungsweise drei Jahren gefordert hatte. Eine 20 Jahre junge Frau, schuldig der gefährlichen Körperverletzung und des versuchten Betruges, wurde zu einem dreiwöchigen Jugenddauerarrest verurteilt. Absitzen muss sie ihn nicht, weil das im Rahmen einer anderweitigen Haft geschehen ist. Ein Jugendlicher muss einen sozialen Trainingskurs erfolgreich beenden. Das Verfahren gegen einen jungen Mann, dem ein Sachverständiger eine Intelligenzminderung attestierte, wurde abgetrennt und unter Ausschluss der Öffentlichkeit getrennt weitergeführt.

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Das Quintett hatte in der Nacht zum 14. September vorigen Jahres einen damals 37 Jahre alten Mann in Brand-Erbisdorf so schwer verprügelt, dass er danach schwer verletzt in einer Klinik behandelt werden musste. Nachdem das Opfer in einer Wohnung an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße malträtiert und ausgeraubt wurde, legten die Jugendlichen im Alter von 16 und 21 Jahren den Mann in einem Waldstück ab. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. (jher)

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