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Halbzeit bei der Auszählung der Wahl in Mittelsachsen: CDU verliert vor allem im Raum Freiberg

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Bei der Europawahl deutet immer mehr auf ein klares Ergebnis in Mittelsachsen hin. In Lunzenau entfallen auf die rechtsextremen Freien Sachsen fast ein Fünftel der Stimmen für den Stadtrat.

MittelsachsenOhne Zwischenfälle ist der Wahltag bis zum Abend in Mittelsachsen verlaufen.

Wer vertritt die Mittelsachsen künftig im Kreistag, Stadtrat, Gemeinderat und Ortschaftsrat? Hier finden Sie demnächst alle Ergebnisse aus den Städten und Gemeinden in Mittelsachsen.

Die Wahlen in Mittelsachsen im Überblick:

Stadt- und Gemeinderatswahl in Mittelsachsen: Gegen Mitternacht sind knapp über die Hälfte der Ergebnisse zu den Stadt- und Gemeinderatswahlen in Mittelsachsen ausgezählt. Ist die Union in großen Orten im Norden und im Westen des Landkreises nach wie vor stärkste Kraft, so muss sie insbesondere in der Region Freiberg Federn lassen: In Reinsberg und Halsbrücke etwa ziehen Wählervereine beziehungsweise die AfD vorbei.

Europawahl in Mittelsachsen:
Gegen Mitternacht steht das vorläufige Ergebnis der Europawahl in fast allen mittelsächsischen Orten fest - nur in Freiberg und Hartha bei Döbeln wird noch gezählt. In 50 von 52 Städten und Gemeinden des Landkreises erzielt die AfD bei den Europawahlen danach das beste Ergebnis.

Lunzenau - Stadtratswahl:
In Lunzenau entfallen auf die rechtsextremen Freien Sachsen fast ein Fünftel der Stimmen für den Stadtrat. Sie ziehen damit erstmals in den Stadtrat ein - mit drei Kandidaten. Die Christdemokraten bilden dennoch die Mehrheit im Stadtrat, mit 45,7 Prozent wurden sie stärkste Kraft. Mit 37,4 Prozent rutschen die Freien Wähler Lunzenau auf Platz zwei. Die Wahlbeteiligung lag bei 71 Prozent, 2019 waren es 64,8 Prozent. In Wechselburg holt die rechtsextreme Partei 8,2 Prozent, in Rechenberg-Bienenmühle 3,9 Prozent.

Wechselburg - Gemeinderatswahl:
Als erste Kommune Mittelsachsen hat die Gemeinde Wechselburg ein vorläufiges Ergebnis zur Gemeinderatswahl vorgelegt. Demnach haben 1112 Wählerinnen und Wähler (Wahlbeteiligung: 76,6 Prozent) ihre Stimmen abgegeben. Wahlsieger ist nach dem vorläufigen Ergebnis hier die CDU mit 51,4 Prozent der Stimmen, was im Vergleich zur vorhergehenden Wahl ein Plus von 15,4 Prozentpunkten darstellt. Stimmanteile eingebüßt hat vor allem die Wechselburger Wählergemeinschaft (WWG), ist aber dennoch im Gemeinderat künftig zweitstärkste Fraktion.

Mittelsachsen - Europawahl:
In den ersten Städten wurde die Auszählung der Stimmen zur Europawahl abgeschlossen, darunter Lunzenau, Roßwein, Augustusburg und Sayda. Dort führt jeweils die AfD vor CDU und BSW die Ranglisten an. Ins Auge fallen bisher (nach Auszählung in 20 von 52 Gemeinden) da schon eher Großweitzschen, Kriebstein und Lunzenau, wo die Freien Wähler jeweils mehr als 5 Prozent der Stimmen erhielten.

Dorfchemnitz-Europawahl: Seit Jahren erzielt die rechtsextreme Partei in dieser mittelsächsischen Gemeinde Rekordergebnisse. Und auch bei der Europawahl 2024 erweist sich Dorfchemnitz nach der Auszählung von 11 der 52 mittelsächsischen Kommunen als AfD-Hochburg. Nach den vorläufigem Ergebnis erzielt die AfD hier einen Stimmanteil von 54,5 Prozent. Das sind fast 11 Prozentpunkte mehr als bei der vorhergehenden Europawahl. Bislang kommt die Partei in keinem anderen Ort Mittelsachsens auf mehr als 50 Prozent der Stimmen.


Wechselburg - Europawahl:
Gegen 19.25 Uhr steht fest: Die Wechselburger sind Spitzenreiter in Mittelsachsen bei der Ermittlung der Wahlergebnisse 2024: Die AfD liegt laut dem vorläufigen Ergebnis zur Europawahl mit 32,6 Prozent der gültigen Stimmen vor der CDU mit 31,5 Prozent, gefolgt vom BSW mit 10,7 Prozent.

Rechenberg-Bienenmühle - Europawahl: Auch in Rechenberg-Bienenmühle, der zweiten ausgezählten Gemeinde in Mittelsachsen, liegt die AfD mit 42,2 Prozent der Stimmen vorn, es folgt die CDU mit 25,6 Prozent der Stimmen. BSW ist mit 14,0 Prozent der Drittplatzierte.

Keine Zwischenfälle: Mit der Schließung der Wahllokale in Mittelsachsen am Sonntag, 18 Uhr gibt es zwar noch keine Prognosen zur Wahlbeteiligung für den Landkreis. Doch wie André Kaiser, Pressesprecher der Kreisverwaltung, erklärte, sei der Wahltag in Mittelsachsen ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen. Es seien lediglich einige formelle Fragen an den Kreiswahlleiter gestellt worden, wie sie bei jeder Wahl vorkommen. Bei der Auszählung der Stimmen für Europa- und Kommunalwahlen gibt es einen auffallenden Unterschied im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren: Es gibt heute 91 Briefwahlvorstände, während es 2019 nur 67 waren. Im Vorfeld des Wahlsonntags hatten bereits mehrere Kommunen von einer deutlich höheren Nachfrage nach den Briefwahlunterlagen berichtet.

Zur Stimmabgabe sind bei den Europawahlen rund 250.000 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, während es bei den Kreistagswahlen 247.000 Mittelsachsen sind. Bei der Europawahl durften im Unterschied zu den Kommunalwahlen auch jüngere Mittelsachsen im Alter ab 16 Jahre abstimmen. (jl/grit)

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