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Nach Cyberangriff auf TU Bergakademie Freiberg: Bislang keine Daten entwendet

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Seit einer Woche kämpft die TU Bergakademie Freiberg mit den Folgen einer Hackerattacke. Seit 18. Januar hatte sich die Universität vom Internet abgeschottet. Jetzt sollen die verschiedenen IT-Systeme wiederhergestellt werden.

Freiberg.

Nach dem Hackerangriff in der vorigen Woche auf die TU Bergakademie Freiberg sind nach Angaben der Uni bislang keine Daten verloren gegangen. "Wir gehen davon aus, dass keine Daten entwendet wurden", sagte eine Unisprecherin am Dienstag auf Anfrage.

Die TU Bergakademie hatte am 18. Januar alle Verbindungen zum Internet unterbrochen und dies zunächst mit "Unregelmäßigkeiten in der IT-Infrastruktur" begründet. Am Dienstag war die Hochschule noch offline. Auf ihrer Homepage informierte die Uni am Dienstag zur IT-Sicherheitslage. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsrechenzentrums arbeiten intensiv daran, die Bedrohungen, die durch den Cyberangriff auf unsere IT-Infrastruktur entstanden sind, zu beseitigen", heißt es auf der TU-Internetseite. Derzeit ist demnach beispielsweise keine Kommunikation per E-Mail möglich. Zudem gibt es statt Online-Vorlesungen ausschließlich Präsenzvorlesungen, die Internetverbindung in den Wohnheimen ist abgeschaltet. Online-Dienste der Unibibliothek stehen nicht zur Verfügung.

Laut der Unisprecherin wird ein Stufenplan zur Wiederherstellung der verschiedenen IT-Systeme umgesetzt. "Priorität haben dabei Dienste für Studierende, die Sicherung von Daten aus der Forschung sowie wichtiger Prozesse der Uni-Verwaltung", ergänzte die Unimitarbeiterin. "Erste Dienste werden voraussichtlich Anfang Februar wieder bereitgestellt werden können."

Das sächsische Landeskriminalamt ermittelt, Anzeige gegen Unbekannt wurde erstattet. Laut der Unisprecherin sind derzeit an der Bergakademie Internetforensiker eines externen Dienstleisters im Einsatz.

Nach der Wirtschaft gerät die Wissenschaft zunehmend in den Fokus von Cyberkriminellen. Das sagt Helmut Hammer, Pressesprecher der Hochschule Mittweida. Um Hackerattacken abzuwehren, sei im Mittweidaer Hochschulrechenzentrum immer ein Bereitschaftsdienst aktiv, der das Verhalten der Systeme beobachte - auch über die Feiertage und an Wochenenden. "Bei auffälligen Veränderungen im internen und externen Verkehr zwischen bestimmten Systemen reagieren wir sofort." Hammer: "Die Bedrohung ist für uns immer präsent. Wir beobachten allerdings seit Monaten eine gesteigerte Aktivität, der wir mit noch größerer Achtsamkeit begegnen." (hh/niems)

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