Rund 650 Teilnehmer bei Montagsspaziergang in Freiberg

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Der Protestzug gegen die Corona-Politik war am Feiertag kürzer als in den Wochen zuvor - aber auch stellenweise lauter.

Freiberg.

Vieles ist schon Routine: Auch am Pfingstmontag haben wieder hunderte Menschen in Freiberg auf einem sogenannten "Spaziergang" ihrem Unmut über die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie Ausdruck verliehen. Nach Polizeiangaben zogen dieses Mal etwa 650 Personen vom Albertpark über die Chemnitzer Straße, die Karl-Kegel- und die Käthe-Kollwitz-Straße zur Berthelsdorfer Straße und dann über den Wernerplatz zurück zum Ausgangspunkt. Mehr als 100 Beamte waren dabei im Einsatz. Gegen einen der Teilnehmer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil er einen Polizisten beleidigt hatte, so die Auskunft der Polizei. 

Die Menschenmenge erstreckte sich auf dem Seilerberg vom sogenannten Südkreuz an der B 101 bis zur Hegelstraße über rund 650 Meter. In den Wochen zuvor hatte die Teilnehmerzahl noch höher gelegen. Allerdings war der "Montagsspaziergang" diesmal lauter als zuvor: Unter der Bahnüberführung nahe der Humboldtstraße waren der Sprechchor "Frieden, Freiheit, keine Diktatur" und das "Steigerlied" angestimmt worden, die Tunnelröhren wirkten wie Schalltrichter, auch Trillerpfeifen waren zu hören.

Wie in der Vorwoche suchten auch am Pfingstmontag Mitglieder des Bündnisses "Freiberg für alle" und der Jungen Union Mittelsachsen das Gespräch mit den "Spaziergängern". Auf einem Transparent hieß es unter anderem "Für den Rechtsstaat und Demokratie. Für angemeldete Demonstrationen". Wie Polizeirat Andreas Felgner sagte, waren zwar die beiden Gegenkundgebungen angemeldet worden, nicht aber der "Spaziergang". 

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