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Steinmeier-Besuch in Freiberg: Russland soll kein Thema sein

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Die enge Beziehung der Freiberger und ihrer TU zu Russland vor dem Hintergrund des Ukrainiekrieges steht beim Besuch des Bundespräsidenten nicht auf der Tagesordnung. Warum? Und wie geht die Stadt mit der geplanten Lomonossow-Ehrung um?

Freiberg.

Beim Besuch von Frank-Walter Steinmeier werden Unterstützung und Integration von ukrainischen Flüchtlingen und die Preissteigerungen im Energiebereich laut OB Sven Krüger ein wichtiges Thema sein. Das Verhältnis zu Russland werde hingegen bewusst ausgeklammert, weil dafür im Moment die Basis fehle. Hatte sich Steinmeier selbst zu seiner Verantwortung als ehemaliger Außenminister für die Abhängigkeit von russischer Energie geäußert, so sieht Krüger das Thema Russland nicht in Freiberg. "Es ist für uns schwer zu verstehen, was da passiert, vor allem aber können wir nichts ändern. Das kann nur auf Bundesebene geklärt werden." Dennoch wünsche er sich, dass im Russland-Ukraine-Konflikt Lösungen gefunden werden, damit das Sterben aufhöre. Die Stadt hat nach Kriegsausbruch die Ehrung des Naturwissenschaftlers Lomonossow mit einem Denkmal verschoben. An der Position hat sich laut Krüger nichts geändert: "Nein, unsere Aussage vom Frühjahr steht: Wenn es für die Ukraine eine völkerrechtlich verbindliche Lösung gibt, werden wir die Beziehungen wieder aufnehmen und die Ehrung nachholen, vorher nicht." Dennoch sprach er sich dafür aus, zwischen dem russischen Volk und den handelnden Personen zu unterscheiden: "Ich habe in Russland viele weltoffene Menschen kennengelernt, mit denen ich Freundschaften pflege." (grit)

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